Freundlicher statt perfekter – Jahreswechsel mit Gleichmut
Shownotes
Wir nehmen euch mit auf unseren ganz eigenen Start ins neue Jahr und sprechen offen über Neujahrsvorsätze: Warum bekommt der Jahreswechsel so viel Bedeutung? Wie gehen wir persönlich mit Vorsätzen um und weshalb Selbstoptimierung mehr schaden als nutzen kann. Wir berichten, welche Rituale und kleinen Gewohnheiten uns wirklich guttun – von bewusster Selbstbeobahtung über Spaziergänge im Schnee bis hin zu mehr Dankbarkeit im Alltag.
Dabei sprechen wir auch darüber, wie wir ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen Veränderungswünschen und Selbstakzeptanz finden können und warum kleine Experimente oft mehr bringen als starrer Ehrgeiz. Natürlich geht’s auch um gesellschaftliche Themen wie das Böllern und den Blick auf Fortschritte und Herausforderungen.
Hört rein und erfahrt, wie wir gemeinsam mit mehr Leichtigkeit, Bewusstsein und Gleichmut ins neue Jahr starten!
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Transkript anzeigen
Alexander Metzler: Herzlich willkommen beim Podcast Gleichmut Proben euer Podcast für Lebensphilosophie, Spiritualität und Nachhaltigkeit. Mein Name ist Alexander Metzler. Ich bin Speaker, Biohacker, Digitaldesigner, Experte für mentale Gesundheit und jetzt auch IHK-zertifizierter Icecoach. Die Liste wird länger und länger und ich mache diesen Podcast nicht alleine, sondern mit.
Leander: Leander Gowinder-Greitemann Waldorf Schüler, 1. bis 4. Klasse, dann gewechselt aus Vitalgymnasium, 5. bis 10. Klasse, anschließend aus Werner Heisenberg Gymnasium in Neuwied in der Oberstufe, Sport im Leistungskurs zu haben. Und darum soll es heute gehen, wie gehe ich sportlich ins neue Jahr? Außerdem bin ich Philosoph, Soziologo, Speaker, Musiker, Autor und Podcastpartner. Das ist eigentlich meine wichtigste Errungenschaft von Alexander Metzler.
Alexander Metzler: schön!
Leander: Und heute wollen wir über einen Start ins neue Jahr reden. Ganz mal richtig zeitbezogen. Kommt ja eine halbe Woche nach Neujahrsbeginn raus und wir reden mal über unsere Gedanken zum Jahreswechsel. Spielt das überhaupt eine Rolle für uns? Ist es nicht alles Schall und Rauch? Wer sagt denn, dass heute das neue Jahr startet? Was für Sinn und Unsinn sehen wir da in gewissen Ritualen? Und wir versuchen nicht zu lange übers Böller herzuziehen.
Alexander Metzler: Ja, du hast mir natürlich jetzt mit Schall und Rauch eine Steilvorlage gegeben, die ich gerne aufnehme und nochmal meinen Missmut zum Ausdruck bringe über das alljährliche Wiederböllern. Und dann ist es auch gut. ich muss sagen, jedes Jahr wieder zu beobachten, wie die Menschheit so ins neue Jahr startet, gleich zu Beginn, so einmal den Knopf drückt und so viele Leute, denen das einfach so egal ist, was das für Folgen hat. Das stimmt mich immer ein bisschen traurig schon zum Jahreswechsel. Das finde ich bisschen schade. Umso schöner war, dass wir es wieder zusammen feiern konnten mit unseren lieben Partnerinnen zusammen und der da jetzt auch mittlerweile schon ein Ritual draus gemacht haben, was mir dann da auch hilft, über die trüben Gedanken hinweg zu gucken, weil das ist für mich immer...
Leander: Und beim Wizard gewonnen auch noch dann um zwei Uhr nachts so spät. Ich glaube du hast das späteste Wizard Spiel aller Zeiten auch noch gewonnen. Das musst du mal überlegen. Du, du bist doch sonst der, der da schon lange im Bett ist und der da auch schon lange alle Gäste rausschmeißt und da gewinnst du einfach noch so ein Wizard Spiel. Also das ist schon bemerkenswerter Start ins neue Jahr. Und haus hoch auch noch.
Alexander Metzler: Die zweite Runde, ja. Stimmt. Und ziemlich hoch sogar. Stimmt, ja.
Alexander Metzler: wirklich noch mal zu Hochform aufgelaufen. Ja, richtig, richtig haushoch gewonnen. Ja, was soll ich sagen? Es läuft, bei mir läuft's.
Leander: Ähm ... Ich würd dir gern einen Perspektivwechsel anbieten noch fürs Böllern. Weil das, ich, bei vielen Themen grade so ist. Und auch an vielen Stellen so für Hoffnungslosigkeit sorgt so dieses, es ist alles so schlecht und vieles wird auch noch schlechter und haben wir da nix gelernt und wir müssen noch weiter sein. Ja, fühl ich auch und ich kenn den Schmerz. Und gleichzeitig, vor fünf Jahren hat noch niemand über's Böllern gesprochen. Da wird so viel immer in die Luft geballert. Vor fünf Jahren habe ich vielleicht selber noch eine Rakete ge... Ne, vor fünf Jahren nicht, aber vor zehn Jahren bestimmt. Auch noch selber Raketen gezündet. Und we've come a long way. Also es ist... Wir sind noch nicht da. Niederlande hat nächstes Jahr keine Böller mehr. Das schon das letzte Jahr. Die Stimmen werden immer lauter. Es gibt ganz viele Leute, die bewusst nicht böllern, die ihre Kinder schon daran führen, dass die denen erklären, warum nicht geböllert wird. Wir sehen die ganz Dank Social Media auch. Da wieder Dank Social Media auch. Die ganzen Bilder von, wie es einzelnen Hunden, Katzen geht an Silvester, was super berührend und traurig ist. Die waren vorher aber auch da. Die haben wir aber nicht gesehen. Und das ist natürlich ... insofern ... es findet weiterhin statt, das ist schade. Aber es ist krass, wie viele Leute darüber sprechen, dass sich was tut. Und das sehe ich bei ganz vielen Themen, ja.
Alexander Metzler: Schön.
Leander: Die AfD ist stark, ja, gibt ganz viel wieder Rassismus, der viel äußerer geäußert wird, es gibt auch einen Rechtsdruck und gleichzeitig gibt es ganz viele Leute, die noch viel bewusster durch die Gegend laufen, die sich noch mehr für Themen einsetzen. Der Feminismus, andere Bewegungen haben schon ganz viel Gleichberechtigung erkämpft über Jahrzehnte und an vielen Stellen geht es auch weiter vorwärts. Das darf man zumindest auch noch sehen. Das macht das andere nicht invalide. Das soll nicht lähmen, dass man sich nicht trotzdem dafür einsetzt und die Takes gegen Böllern weiterhin macht. Aber nicht ganz zu verzweifeln, glaube ich, diese andere Perspektive, die gleichzeitig auch zu sehen, manchmal ganz hilfreich.
Alexander Metzler: Wer die Energie noch aufbringt, dafür einzusetzen, kann das im Moment tun bei der Deutschen Umwelthilfe oder auch bei Compact. Da gibt es, in it auch, es gibt verschiedene Petitionen, die auch wirklich stark besucht sind und jede Stimme zählt, da digital unterschreiben, das auch gerne über Social Media teilen oder ich pack's bei mir auch immer ganz gerne mal in den WhatsApp-Status. Das nehmen dann auch erstaunlich viele Leute wahr, wahrscheinlich weil ich sonst nie Status mache da.
Leander: Und in it. Auch.
Alexander Metzler: Da freue ich mich immer drauf, wenn mir der eine oder andere zurückschreibt, ey, habe ich unterschrieben, geil. Das kann man tun, ja. Ansonsten sportlich ins Jahr starten, wie sieht denn bei dir, mein Lieber, die klassische gute Laune wollte ich sagen, die guten Vorsätze aus? Hast du sowas, machst du sowas?
Leander: Vorsätze. Also, ich hab zu diesem ganzen Thema ein, äh, es ist mir jetzt vorher noch mal so aufgefallen, bevor ich reingestartet bin, ein sehr zwiespältiges Thema und wie bei uns auch im Podcast üblich, finde ich, lohnt sich das, die beiden Seiten und dieses nicht Null und Eins-Denken, sondern auch mal so die verschiedenen Grauschattierungen sich anzugucken. Ähm, lohnt sich, finde ich, bei dem Thema auch. Weil erst mal komme ich natürlich von der Perspektive, dass mein letztes Buch und auch, ähm Die letzten Vorträge, die ich gehalten habe, an Follow Your Dreams hießen. Und da ist natürlich erst mal der Fokus, zu krass, sich Ziele zu setzen. Und Neujahrsvorsatz kann ja schnell in einer Art von Ziel ausarten, kann schnell ausarten in Richtung von Selbstoptimierung. Okay, da muss ich noch besser werden. Ich möchte so viel Gewicht verlieren. Ich möchte mein Geschäft nach vorne bringen. Ich will dieses Jahr endlich den Traumpartner finden. Das sind ja alles. kleine oder größere Träume, wo ich ja sage, entfolge diesen. Und das ist so meine Grundintention erstmal. Und auch für mich privat ist erstmal so der größte Neujahrsvorsatz und der ist nicht nur zum Neujahr, sondern der ist immer da. mich von dem immer mehr loszusagen. Also eine Desidentifikation damit, davon, irgendwelchen Schönheitsidealen, die auch weiterhin in meiner eitlen Prägung und äußerlichen Prägung, wo ich denke, da, guck mal hier, hast du da vielleicht doch, vor allem bei mir, das Thema im Gesicht, hast du da was zugenommen? Ist die Jawline da, bist du kantig oder nicht? Könnte sie noch kantiger sein? Ist das, ist das, ist das Sixpack in Sicht, wie, wie stark sind die Muskeln definiert?
Alexander Metzler: Was das?
Leander: Und das alles ... mehr und mehr aus dem Fokus zu nehmen. Wie voll sind die Seminare? Wie viel Umsatz mache ich? All diese Dinge ... mich da eher zu dekonditionieren und nicht noch zusätzlich da noch krass drauf zu fokussieren, meinen harten Selbstwert draufzumachen. Das ist sozusagen ... erst mal der Hauptfokus und das so mein Projekt die letzten Jahre. Mehr im Jetzt zu sein und da ja eigentlich auch so mein Lieblingsspruch ... Ich weiß gar nicht, den habe ich irgendwo mal inspiriert, zumindest Teile davon. Weiß aber nicht mal woher, anstatt Happy New Year, Happy Now Here. Klingt schön und das ist so diese Idee von Fokus aufs Jetzt. Nicht so sehr, was will ich dieses Jahr erreichen, sondern was kann ich jetzt tun, wo stehe ich jetzt. Dankbarkeit, Zufriedenheit mit dem Jetzt. Das ist erstmal so die Grundbasis, aber da bleibe ich auch nicht zu 100 Prozent stehen. Aber was ist erstmal so dein... bevor ich jetzt den anderen Teil auch noch mal ausrolle. Was ist so deine aktuelle Haltung da dazu? Und auch zu diesem Teil der Scale. Und kommen wir vielleicht danach zu dem anderen Teil der Scale.
Alexander Metzler: Mhm. Mhm.
Alexander Metzler: Ja, früher habe ich mir noch so Listen geschrieben, wo ich so das neue Jahr, so ein neues Jahr drüber geschrieben habe und so die Dinge, die ich unbedingt machen will in diesem Jahr. Da war zum Beispiel
Leander: Wann war das?
Leander: Also wie lang ist das her, du das gemacht hast? Diese Listen wirklich geschrieben?
Alexander Metzler: Ja, das habe ich noch gemacht, ich schon die Heldenstunde gemacht habe. Die ist jetzt sechs oder sieben Jahre. Also würde ich sagen, fünf oder sechs Jahre her. Vielleicht auch eher fünf Jahre wahrscheinlich.
Leander: Da fällt mir gerade auf, ich hab gar nichts von den Raunächten gehört dieses Jahr. Das war letztes Jahr doch so ein schönes Thema. Waren... Waren... Kommen die schon oder waren die? Die waren, ne? Das ist so Adventszeit, ne? Zwischen den Jahren ist das okay, gut. Na egal, ja.
Alexander Metzler: Doch, habe... Nee, die waren ja schon. Das ist ja die Zeit zwischen den Jahren auch vor allen Dingen. Ich weiß aber gar nicht, wann sie genau starten. Aber letzten Endes finde ich auch die Raunichte eigentlich ganz nice, weil es schon eine weitere Einladung ist. Ich meine, man kann das jetzt natürlich ganz ins Esoterio abdriften lassen, aber man kann das auch einfach nutzen, ein bisschen zur Ruhe zu kommen, bisschen Selbstreflektion zu machen und sich über das eine oder andere... klar werden zu lassen, auch gehen zu lassen. Das finde ich alles auch sehr, gut. Und dafür nutze ich diese Zeit dann auch. Also Raunächte. Ich habe das jetzt dieses Jahr nicht als die Raunächte betrachtet, sondern ich habe sowieso gesagt, ey, zwischen den Jahren keine Termine, keine Arbeitsaufträge, kein gar nichts, sondern so viel Ruhe. Nein, kein Alkohol tatsächlich. Ich glaube, ich habe Alkohol getrunken. Ich glaube, an meinem Geburtstag habe ich
Leander: und leicht einsitzen.
Alexander Metzler: einen super kleinen Sip Whisky mit meinem einen Kumpel getrunken. Äh, doch, hab, doch, hab am Heiligabend mit meinem spanischen Schwiegervater ein Glas Rotwein getrunken. Ja, ja, ja, ja. Da kann ich nicht sagen, dass ich keinen Alkohol getrunken hab. Aber ja, also kaum Alkohol, sagen wir mal so. Aber das war auch gar kein Vorsatz von mir. Wir sprechen ja über die Vorsätze. Und früher hab ich eben diese Listen gemacht. Die mach ich mittlerweile auch nicht mehr, weil ich hab mittlerweile dieses ... Das Leben entwickelt sich sowieso so, wie es will. Und warum soll ich dem Leben unbedingt meinen eigenen Willen aufzwängen? Ich habe noch gewisse Ideen. Das habe ich wunderschön mal von dir gelernt, das nicht mehr Ziele zu nennen, sondern Ideen. Ich habe auf jeden Fall nach wie vor die Idee, mein Buch fertig zu schreiben. Das ist ja ... Ja, also bitte. Ich habe ja 2025 angefangen. Das ist ja alles ...
Leander: Fertig für dieses Jahr.
Alexander Metzler: Grob ist es ja fertig, das muss jetzt nur noch ins Feintuning übersetzt werden.
Leander: So würdest du das nennen. Es ist grob fertig, das muss nur noch ins Feintuning... Junge, da spricht der noch nicht Autor. Ich glaub die richtige Arbeit geht jetzt erst los. Aber egal.
Alexander Metzler: Ja, ja.
Alexander Metzler: Das kann ja sein, aber ich meine, ich habe jetzt ein Jahr lang Zeit. Ich das wohl in einem Jahr jetzt schaffen, das endlich mal fertig zu machen. I please you. Also bitte. Das war übrigens einer der Listenpunkte, ich seit Jahren vom alten Jahr aufs neue Jahr übertrage. Und ich wette, wenn wir jetzt in den ersten Podcast 2025 von der gleichen Probe reinhören, sage ich wahrscheinlich exakt genau das Gleiche. Aber ich bin viel weiter. Also ich habe 25 wirklich viel, verhältnismäßig viel. an meinem Buch gearbeitet und es war ja sonst auch viel los bei mir. 2025 war ja ein sehr schönes, sehr forderndes, sehr anstrengendes, aber auch sehr erfolgreiches Jahr. Deswegen ich mich ja auch so sehr auf den Jahresausklang gefreut habe und auf diese lange Phase jetzt bis 5. Januar inklusive, nein 7. Januar sogar, Ruhe und Frieden und einfach auch viel gestern in der Sauna gewesen, viel gebadet, viel spazieren gegangen, eine Eisspaziergang heute Morgen, wenn... Achso, man könnte ja hier mal vielleicht für die Leute im Video... kann man ja mal hier raus zeigen, ... was hier eigentlich los ist. Hier Winter Wonderland für alle Leute, ... die die Video gucken, ... falls es die noch gibt in der Podcastwelt, ... Schnee. Und da bin ich heute Morgen, ... habe ich schon einen kleinen ... Icewalk gemacht, ... ... nur mit kurzen Hosen draußen. Ein schön lang, bestimmt eine halbe Stunde draußen gewesen. Und da habe ich mal schön durchkühlen lassen. Es war richtig, richtig, richtig schön.
Leander: hier.
Alexander Metzler: und solche Sachen machen. Und da habe ich mich so drauf gefreut. Ich mache hier wieder zu wegen des Tones. Da hab ich mich drauf gefreut, das war so richtig schön. Das ist die eine Idee, das Buch, und die andere Idee ist, und die hab ich auch schon länger, und das ist eine große Schwäche von mir, wie ich finde, und das würde aber meiner Gesundheit gut tun, weniger bzw. langsamer essen und viel mehr kauen. Mir viel mehr Zeit lassen beim Essen, viel mehr kauen. Und auch wenn ich Hunger hab und wenn's geil schmeckt, nicht so reinschlingen wie bekloppt. Ich hab jetzt zwei Tage gefastet. Nach unserem Silvesterabend, unserem veganen Burgerabend, der ja auch nochmal super lecker war, der war sozusagen der Kulinarieabschluss des alten Jahres und da war ja viel Essen. Da war mein Geburtstag, dann war natürlich Weihnachten gewesen, dann war zwischen den Jahren natürlich, dann war Silvester, wenn der Schwiegervater da ist, kocht er auch gerne, spanische Küche und so, ist immer geil. Und ich habe gemerkt so, oh das Fasten, tut auch gerade mal richtig gut, mal nichts Neues rein, hat gut getan. Und heute Nachmittag habe ich es zum allerersten Mal 14 Uhr mit so einer kleinen Bowl mit Jolly zusammen dann aufgelöst. also das sind meine zwei einzigen Ideen. Buch fertig machen, aka weiter dran arbeiten und langsamer essen und viel mehr kauen, langsam essen, weniger essen. Ja, that's it.
Leander: Ja, also ich finde, auch Jahreswechsel, ist ja nochmal das andere, unabhängig davon, ich allgemein auch einfach gerne mehr, noch mehr im Moment und noch weniger in irgendwelchen Wünschen, Träumen, Zielen verstrickt sein möchte und da eher den Fokus drauf lege, ist dann an ist Neujahr ja wirklich einfach ein komplett abstraktes Konzept. das heißt, das ist ja nur ein beliebiger Tag, an jedem anderen Tag man ja auch was Neues anfangen. Deswegen bin ich halt generell Happy Now hier, weil ich denke, mal was Neues ausprobieren im Leben und einfach mal gucken, wie man sich im Fitnessstudio anzumelden und zu gucken, da ist, muss man nicht unbedingt an Silvester machen. kann man auch zu jedem Zeitpunkt im Jahr machen, oder, ja, irgendwelche anderen Ideen zu formulieren, zu sagen, ach komm, das will ich jetzt aber mal ausprobieren. wie, so, also auch was ich jetzt, was bei mir gerade so ein Thema ist, wo ich auch jetzt wieder bewusst nochmal drauflege, den Fokus drauflege, wieder ein klassisches Thema, Handy, Handynutzung, nicht zu viel von Instagram reinziehen lassen, auch wenn ich da beruflich das nutze, so, auch Momente der Stille, mehr kultivieren und sowas. Aber das versuche ich auch immer mal wieder zu machen und trotzdem ist natürlich kann man diesen Schwung auch mitnehmen und nehme ich den Schwung auch gerne dann mal mit ich sage gut also ich schreibe mir da jetzt nichts auf ich mache da kein großes Ding draus weil das halt wieder ein für mich vom Fokus her also so viele Leute lieben das ja auch und es ist ja auch okay wenn man das liebt aber ich finde man darf schon genau hingucken was macht das auch unterbewusst mit einem also Was für einen Schaden kann das auch anrichten, wenn man sagt, diese zehn Dinge schreib ich mir jetzt drauf und eigentlich mag ich mich nur, wenn ich das jetzt endlich mal auf die Reihe krieg. Weil das ... Stärkt ja wieder dieses Selbstbild von nicht bedingungsloser Selbstliebe und Selbstakzeptanz, sondern, okay, nee, ich muss Gewicht verlieren, erst dann mag ich mich. Ich muss irgendwas noch schaffen, erst dann mag ich mich. Und da weiß ich nicht, und dann ... brechen die meisten Leute ja nach einem Monat ab.
Leander: Und da weiß ich nicht, ob der Schaden von diesem Aufschreiben bei manchen Leuten, bestimmt nicht bei allen, aber bei manchen Leuten nicht höher ist als dieses kurze Gefühl von, ein Neujahr, jetzt wird alles neu und diesmal mach ich's wirklich und dieses Jahr bin ich ein guter Mensch und dann am Ende guckst du dir drauf und fuck, hab ich ja doch nicht gemacht. Ich bin ja doch ein Loser und ich krieg ja doch nix auf die Reihe. Vor allem, wenn man es dann übertreibt mit den Neujahrsvorsätzen, die alle aufschreiben, sagt, das mach ich jetzt, ich hör gleichzeitig mit dem Rauchen auf und ich verlier fünf Kilo. Und außerdem finde ich einen Partner eine Partnerin. ich meine, dann schreibst es alles auf, erzählst dir damit, dass du das alles brauchst zum Glücklichsein, dann kriegst es doch wieder nicht auf die Reihe. Wieder ein Beweis dafür, was du für ein Elender Loser bist und nix auf die Reihe kriegst. Und dieser toxische Kreislauf, boah, ich glaube, dass der mehr Schaden anrichtet als das bisschen von, ja, aber dann bin ich mal, das bringt mich in Bewegung, das lässt mich noch mal träumen, das fühlt sich auch so gut an beim Aufschreiben. Das ist wie so ein kurzer ... Wie so ein kurzer Kick, der aber so aufs Leben betrachtet, glaub ich schon jede Menge Schaden anrichten kann. Was nämlich der allgemeine Umgang mit dir selbst ist. Und deswegen finde ich, wenn man das macht, darf man das wirklich sehr spielerisch machen. so ist es wirklich, wie du auch gesagt hast, als Idee und sagen, guck mal, das ist doch was, da könnte ich mal einen Fokus drauf legen. Könnte es nicht, so, jetzt nutze ich das und schau mir das mal an, kann ich nicht irgendwie doch einen eleganteren Umgang mit meinem Handy, das zieht mich doch ein bisschen mehr rein. Schaff ich's nicht vielleicht? abends im Bett kein, anstatt noch was am Handy zu machen, eher ein Buch zu lesen. Ich probier das jetzt einfach mal und vielleicht mach ich ein 30-Tages-Experiment draus. Sag gar nicht, das ist jetzt mein Neujahrsvorsatz für das ganze Jahr, sondern im Januar mach ich jetzt mal das. Und dann, wenn ich mehrere Liste-Punkte auf der Liste hab, dann mach ich das nächste Experiment vielleicht lieber im Februar. So, weil dieses alles auf einmal, 10 Sachen und dann im Januar, dann klar kannst du das nicht, du kannst nicht... Dafür sind wir jetzt viel zu sehr gewohnt, als hier ist es viel zu anstrengend, wenn du dir alle Sachen wegnimmst, die dir Freude bereiten oder die dir irgendwie zumindest den Kick geben und du nimmst das auch alles einmal weg, klar fühlt sich dein Leben dann trist an, weil du das auf einmal alles rausnimmst. Wenn du aber so Stück für Stück, im Januar sagst, komm ich mach mal jeden Tag ein bisschen Yoga morgens und dann stellst du entweder fest, geil, macht Bock, mach ich weiter oder du lässt es dann und im Februar probierst du was anderes raus und dann kann es sein, dass du übers Jahr, über verschiedene Experimente, die du fährst
Leander: dann so zwei Sachen findest, bei denen du auch bleibst, weil die geil sind. Und wenn du aber alles auf einmal machst, dann wirst du wahrscheinlich auch alles auf einmal dann irgendwann einreißen lassen, sagen, boah, scheiße, jetzt hab ich wieder angefangen Schokolade zu essen, dann kann ich jetzt auch mein Handy wieder normal nutzen. Und dann reißt du alles voll ein. Deswegen, glaub ich, ist es auch unabhängig davon, dass ich's vom Grundding her schon schwierig finde, ist, glaub ich, auch noch die Art, wie wir das machen, auch noch nicht elegant. Also wenn wir das schon machen, dann, glaub ich, besser aufs Jahr verteilt, jeden Monat ein anderes Experiment. Und das als Experiment denken und nicht so sehr als Vorsatz und ich muss das machen und nur dann bin ich ein guter Mensch, wenn ich das hinbekomme. Sondern das mehr so experimentell angehen und sagen, mal gucken, muss ich doch gar nicht. Vielleicht geht es mir ja gar nicht besser, wenn ich mein Handy weniger nutze. Vielleicht tut mir das ja auch total gut. kann ich ja mal gucken, wie das so ist, wenn ich mein Handy nicht nutze. Kann ich einfach mal schauen. Oder, ja, so. Oder vielleicht gelingt es mir auch einfach nicht und vielleicht ist es auch in Ordnung. Vielleicht ist das was, was ich akzeptiere an mir, dass das halt so ist. Und wenn ich jedes Jahr aufs Neue mir draufschreibe, wie scheiße das ist und dass ich das unbedingt ändern muss und es dann doch immer nicht mache, was macht das dann mit mir?
Alexander Metzler: Ja, ich finde, du hast da schon eigentlich alle wesentlichen Punkte genannt, die man so dazu sagen kann. Also wenn überhaupt dann nicht zu viel auf einmal, sondern eher so kleine, kleine Einheiten, die man auch gut nachjustieren kann, das mehr als ein Experiment zu sehen, als ein Ziel, was es zu erreichen gibt und davon nicht den Selbstwert oder die Selbstliebe abhängig zu machen. Ich glaube, das sind so die größten Stolpersteine. Das hast du prima zusammengefasst aus meiner Sicht. Und dennoch sollte ja natürlich auch, wenn man das jetzt so hört und vielleicht auch zum ersten Mal hört, und dann steht es ja sehr entgegengesetzt zu dem allgemeinen Persönlichkeitsentwicklungshype, wo man sagt, definiere die Ziele möglichst genau, mach sie messbar. Sag nicht, ich esse weniger, sondern sag konkret, ich will 10 Kilo abnehmen und nicht im Jahr, sondern bis zum so und so vielten, dass du das messbar hast, dass du das nachvollziehen kannst. Das sind ja so die Tipps, die man eigentlich hört. Und ich bin da komplett bei dir. Also A, ist es oft zum Scheitern verurteilt. B, wenn man daraus den Selbstwert bezieht, macht es unglücklich. Und dennoch denke ich, dass wir uns Also wenn man das jetzt zum ersten Mal hört, wie wir das so betrachten, soll einem das natürlich auch nicht davon abhalten, einer Idee zu folgen, die sich gut anfühlt. Also das nicht falsch verstehen an der Stelle. Also wenn ich so die Idee habe, ey, boah, das mit den Zigaretten, das ist immer so teuer und das geht auf die Gesundheit und ich weiß das natürlich alles und vielleicht sollte ich dann mal auch was Neues probieren, was ich vielleicht bisher noch nicht gemacht habe und hol mir mal einen Nichtraucher-Coach oder Coachin. Oder geh mal in so eine Hilfsgruppe, wo man vielleicht das gemeinsam macht, statt dem allein ausgesetzt zu sein. Also versucht das auch mal einfach mit neuen Ideen anzureichern, wenn ihr so oft schon an diesen Zielen gescheitert seid. Mir zum Beispiel würde es wahrscheinlich guttun. Ich würde mir einen Buchcoach holen, der mir an jenem Monatsende mal fragt, und wie viel Kapitel hast du geschafft im Januar? ist ja wenigstens Rechenschaft ablegen muss. Das würde wahrscheinlich ganz gut bei mir funktionieren.
Leander: Mhm.
Alexander Metzler: Also das wäre so eine Idee, mal andere Wege zu probieren, zu gleichen Themen. Und aber was mir wichtig ist zu sagen, wir gucken halt extrem von der anderen Seite da drauf. sind aber halt auch sehr zufrieden mit allem. Das muss man auch mal sagen. Wir sind zufrieden mit unseren Jobs, mit unseren Partnerschaften, mit unseren Freundschaften, mit unserem
Leander: Mhm.
Alexander Metzler: Wir sind dankbar, wir wissen das auch alles zu schätzen. Und dieses Gefühl wünsche ich eigentlich jedem. Also stell dir mal vor, jeder hätte diese Art von Zufriedenheit in sich. Und im Wort Zufriedenheit steckt ja Frieden schon drin. Also auch dieses Nicht-Angewiesen-Sein auf Kicks, das ist ja auch was, wenn du dir ... Auch diese ganzen Energydrinks zum Beispiel oder das Böllern an Silvester oder übermäßiger Alkoholkonsum brauchen. Also es sind ja alles Kicks, die wir ins Leben holen, weil ja hier auch irgendwo irgendwas fehlt. Wenn wir diese Lehre füllen können mit neuen Konzepten, mit Ideen, mit Zufriedenheit, mit Dankbarkeit, mit sozialen Events, mit Freundschaften, mit schönen Dingen, mit denen wir uns beschäftigen im Leben statt... Meine Herausforderung nicht zu oft auf die dunklen Seiten zu gucken, sondern auch die hellen Seiten gleichmäßig zu sehen, gelingt mir auch nicht immer. Je nachdem, je nach Tagesform, je nach Jahreszeit, je nach Energielevel, je nachdem, wie gut oder schlecht ich geschlafen habe, dann kann man natürlich da viel rausholen, wenn man nicht aus diesem Need, ich brauch den nächsten Kick, ich muss auf die nächste Veranstaltung, ich muss dabei sein, sonst verpasse ich was in meinem Leben. Wenn man dann aus so einer Entspanntheit seine Entscheidung trifft und sagt, ja das hier scheint mir eine gute Idee zu sein, dessen nehme ich mit und ach das ist mir nicht so wichtig, komm das lassen wir jetzt mal sausen, dann, das Leben wird so schön entspannt.
Leander: Ja, und also zum Teil ist es, ähm, glaub ich auch, dass diese Zufriedenheit halt schon ... Also ... Die Grundbedürfnisse müssen gedeckt sein. Wenn du jeden Monat nicht weißt, wie du deine Miete bezahlen kannst, machst du aber auch keinen Neujahrsvorsatz, sondern überlegst, wie kriegst du die Kohle rein. Das ist kein Neujahrsvorsatz, ... ist halt ... Da brauchst du auch nicht ... Da brauchst du in der Regel keine Motivation. Das ist
Alexander Metzler: Ja. Ja.
Alexander Metzler: Ja. Notwendigkeit.
Leander: Dann bist du ja getrieben. Da musst du auch nicht selbst motiviert ran, sondern dann werden dich die Mahnungen schon daran erinnern. Da müssen wir als Gesellschaft gucken, und ich finde, auch ein wichtiges Projekt, wie kann man so Menschen helfen. Deswegen ist, finde ich, Jahreswechsel auch ein schöner Zeitpunkt, zu spenden. Da auch zu gucken, wo will ich auch was zurückgeben? Wo kann ich anderen Menschen, denen faktisch was fehlt, oder anderen Lebewesen, aber auch viel Geld an die Albert-Schweizer-Stiftung ... gespendet. Wo kann ich da was zurückgeben für die Menschen, für die Neujahrsvorsätze zu irgendwelchen Sachen, aber das sind wahrscheinlich dann die gleichen, die du und ich uns auch machen könnten. So irgendwelche weiteren Optimierungen, aber die Themen, die wirklich brennen bei denen, die sind nochmal ganz andere. Und dann ist halt die Frage, du kannst immer super unzufrieden sein, unabhängig davon, was du in deinem Leben hast. Und das sieht man ja gerade, dass tendenziell Leute, die sehr viel haben, oft überhaupt nicht zufrieden sind. so, dass wir könnten jetzt gerade, ähm, also, wenn man so ein bisschen bekannt ist, oder, ne? Also auch bei mir, wenn ich so gucke, ja, ich hab doch schon neunzehneinhalbtausend Follower innen auf meinem Profil, ich müsste das eigentlich noch mehr nützen, ich müsste noch viel größer sein, ich könnte doch richtig krasser Influencer sein, ich könnte richtig steinreich sein, ich könnte noch viel mehr Kohle haben. Gerade wenn man schon so bisschen Geld hat, gibt es ja ganz viele Leute, dann die Falle tappen und sagen, okay, krass, das geht, das will ich noch mehr. Ach krass, ich kann vor 300 Leuten sprechen. Boah, jetzt will ich vor 1000 sprechen. Jetzt will ich vor 3000 und jetzt vor noch mehr. Und da spricht auch Felix Lobrecht, der mein Lieblingsbeispiel ist, weil er so viel darüber spricht im neuen Hotel Matze-Interview auch so drüber. Über dieses nie genug und immer mehr und das gar nicht so richtig mitkriegen. Weil... Dann bist du wieder beschöchelt und sagst, jetzt Arena-Tour. Da muss doch noch mehr gehen. Da geht da auch noch was. Das ist halt genau dieses Denken. Deswegen ist auch Hen und Ei, was du gesagt hast. Guck mal, wir sind ja auch zufrieden. Ja, aber auch, weil wir den Fokus darauf legen und weil wir entschieden haben bei dem Rattenrennen.
Leander: nicht ganz auszusteigen, weil wir ja trotzdem irgendwo, sind in der Welt und wir haben auch Spaß daran mehr Leute zu erreichen, uns aber davon nicht diktieren zu lassen und selber zu entscheiden, wie viel wir uns da reingeben und auch nur so viel arbeiten, dass wir weiterhin auf unsere innere Balance achten und da die einfach priorisieren und sagen, ja cool, macht Bock ab und zu auch mal zu pushen, auch mal zu gucken, wo geht noch was, aber halt nicht auf Kosten der inneren Balance, nicht auf Kosten des eigenen Wohlbefindens, weil das wofür. Wofür? Und da ist diese Denke, dieses Extreme, wie du sagst, anders drauf gucken, glaube ich, eine Möglichkeit mehr in die Zufriedenheit zu kommen. Weil Unzufrieden, das ist ja der Irrglauben, den ganz viele Leute haben, dass sie denken, wenn ich nur ein bisschen mehr hätte, dann wäre ich nicht zufrieden. Aber solange du in dieser Denklogik drin bist, wird dir mehr haben nicht daraus helfen. Weil du immer noch mehr haben kannst. Guck dir Elon Musk an, der ist reichste Mann der Welt. den treibt jetzt das Projekt an, der erste Trillionär der Welt zu sein. Weil der denkt, dann bin ich doch, dann muss es doch genug sein. Aber wird feststellen, wird dir auch nicht helfen, Junge. Weil da was ganz anderes im Argen ist. das neben dem loslassen halt auch. Inneres anschauen, Glaubenssätze reflektieren. Mal durchschnaufen, mal ins Eisbad steigen, mal eine Atemübung machen, mal eine Meditation. endlich mal ein Musikinstrument lernen, sich musikalisch ausdrücken, sich seinen eigenen Gefühlen zu stellen, wird hier viel mehr Zufriedenheit geben als irgendein Neujahrsvorsatz. Und dann gibt es natürlich die Neujahrsvorsätze, die genau das sind. Und auch da darf man natürlich hingucken, wie formuliere ich die, wie gucke ich die, aber so ein Neujahrsvorsatz von, ich möchte den Fokus mehr auf Selbstliebe legen, ich möchte gnädiger mit mir sein. Ich möchte liebevoller zu meinen Mitmenschen sein. Ich möchte mich meinen Dämonen stellen. Das ist natürlich eine ganz andere Art von Neujahrsvorsätzen, wo ich viel mehr dabei bin und sage, ja cool. Und jetzt lass überlegen, wie man das noch hinbekommt.
Alexander Metzler: Würde man dann, wenn man mit so einer Idee ins neue Jahr startet, also versuchen wir das mal ganz konkret irgendwie auszuarbeiten. Ich weiß jetzt auch noch nicht genau, wie das aussehen kann, aber nehmen wir mal an, ich hätte den Vorsatz liebevoller zu meinen Mitmenschen zu sein in Zukunft. Wie würden wir denn, wenn wir jetzt einen Coaching hätten, der mit dem Thema um die Ecke kommt, wie würden wir dem denn auf die Sprünge helfen? Also das ist ja was, das ist schon mal schlecht messbar. Das macht sich dann eher als, naja, obwohl, macht sich als Gefühl im Körperinneren dann irgendwann. Irgendwann macht sich das bemerkbar. Und dann ändert sich die ganze Welt sozusagen, wenn du das hast. Also messbar ist es eigentlich. Würde man dann sagen, mach erst mal, steig mal niedrigschwellig ein, mach erst mal eine 30-Tage-Challenge da draus, guck jeden Wochentag. dass du einem Menschen irgendwas Gutes tust, ob du das davon weißt oder nicht, wäre eigentlich schon ein ganz guter Ansatz, oder was meinst du?
Leander: Ja, das ist auf jeden Fall super. ich bin ja nach wie vor, also gerade im Coaching größter Fan von The Work von Byron Katie, wenn du da das über jemand anderen machst, auf den du sauer bist und dadurch so deinen eigenen Anteil reflektierst, den gar nicht, ja, also einfach deinen eigenen Umgang dazu reflektierst. Das kann ein absoluter Gamechanger sein für alle Situationen, aber das auch regelmäßiger zu machen. Immer wenn du dich über andere aufregst, danach auch deinen eigenen Anteil dir anzugucken und zu gucken, wo leide ich dann meinen Überzeugungen und inwiefern sind das nicht auch Doppelstandards. Kann es sein, dass ich nicht das, worüber ich mich bei dem anderen aufrege, selber, nicht 100 % gleich, aber auf eine ähnliche Art auch schon gemacht habe, habe ich mich nicht selber auch schon mal, war ich nicht auch schon mal unehrlich zu anderen Menschen, habe denen nicht genau gesagt, bin ich nicht sogar genau in dem Moment, wo ich meinem Gegenüber gar nicht genau sage, was mich gerade so stört, nicht auch schon unehrlich. Und das kann wahnsinnig viel verändern. Und ich finde, ... sich entschuldigen. Also je nachdem, wie man so drauf ist. Aber das war für mich ... weil für mich auch so ein großes Thema ist, einzugestehen, was falsch gemacht zu haben. Das ist wirklich was, was mir nicht leicht fällt. Oder auch einzuge sozusagen, ah ja, stimmt, deine Idee ist viel besser als meine. So, weil ich oft sehr, sehr gute Ideen habe, fällt mir das dann schwer. Wenn ich dann mal eine schlechtere Idee hatte oder auf was nicht draufgekommen bin, dann einfach ohne meinen Selbstwert dann, also weil das geht dann potenziell an Selbstwert, wenn man so diese Überzeugung hat, ich hab immer so schlaue Ideen und ich bin so unfähbar und ich bin auch immer super nett, dann mal wirklich einzugestehen und dann wirklich zu sagen, so ey übrigens, das war scheiße. So wenn ich mir das jetzt noch mal angucke, da habe ich überreagiert. Und das wäre jetzt für jemanden, gerne netter sein will, der vielleicht häufiger mal schnippige Sachen sagt und die dann später bereut, offensichtlich sonst würde die Person ja nicht das jetzt anders machen wollen, würde ich sagen, geh zurück in die Situation. Auch wenn das die mutigste Übung deines Lebens ist. Es kann sein, dass es nichts gibt, was für dich schwerer ist auf dieser Welt, als jetzt zu der Person zurückzugehen, die dich sowieso schon immer nervt und die sagt, die ist doch so ein Arschloch und du bist wieder aber unnötig laut geworden und du gehst zurück und ohne was zu erwarten, ohne dass dein Gegenüber irgendwas damit tun muss, gehst du einfach hin und sagst, übrigens
Leander: Inhaltlich bin ich vielleicht immer noch nicht zu 100 Prozent bei dir, aber ich wollte mich entschuldigen, dass ich gestern laut geworden bin. Das war einfach... Ich wollte das nicht mehr und das war nicht angebracht. Mein Anspruch ist es eigentlich immer ruhig und sachtig zu bleiben. Das ist mir gestern nicht gelungen und dafür wollte ich mich entschuldigen. Und die Gespräche, die man da führt, das ist erstmal wunderschön. Man kann es nicht wissen vorher, was passiert, aber allein was das mit dir selber macht, weil du dann nicht mehr der Unfehlbare immer besser Wissende bist, das kann... im Inneren so viel verändern und das wäre auch so was Konkretes, was man machen kann. Dass man sich einfach immer entschuldigt oder in irgendeiner Form das kommentiert. Entweder direkt, wenn es einem auffällt, so noch während man laut wird schon sagen so, sorry, das war gerade richtig drüber, ich bin gerade auch richtig aufgebracht. Das fordert schon viel Bewusstsein und ja, Entwicklung, Mut, das direkt schon mitzukriegen, wahnsinnig schwer. Aber wenn man es mal mitkriegt, go for it, dann einfach direkt schon zu sagen, sorry, war gerade drüber. War auch nicht so gemeint, ich bin grad einfach so nicht bei mir. Und wenn es mir erst in einer Woche auffällt, dass es drüber war, super, dann machst du eine Woche später. Dann macht das halt zum Intro so, ey, ich weiß, es ist jetzt eigentlich schon ein bisschen spät, aber... Und eigentlich ist es total komisch, jetzt da noch mit anzukommen. Du erinnerst dich wahrscheinlich gar nicht daran. Aber in meinem Kopf kam es jetzt immer wieder hoch und ich hab es bisher noch nicht geschafft. Aber jetzt ist der große Moment, sorry, dass ich letzte Woche so laut war. Das war einfach nicht angebracht. Und dann... wirst du dein Gegenüber sehr irritieren, wenn du das noch nie gemacht hast. Aber das ist super. Dann kommentier das. Solange man das alles dann immer wieder anspricht und nix zurückhält und sagt, und ich weiß, du bist wahrscheinlich jetzt irritiert, weil ich das noch nie gemacht hab, aber ich will das ändern. Man muss ja nicht immer so bleiben. Und ich hab Lust, mich mehr zu entschuldigen für Sachen, die ich verbockt hab. Ist ein kleines Projekt von mir.
Alexander Metzler: Das hat natürlich auch viel mit Selbstbeobachtung zu tun und da vielleicht von mir so ein zweites Angebot für einen absolut sinnvollen Neujahrsvorsatz wäre so, den eigenen Geist zu beobachten. Also immer mal wieder vielleicht auch selbst mit Mittel einer App oder einem Wecker, der dann klingelt und du guckst, okay, der erinnert mich gerade daran, dass ich meinen Geist beobachten soll. Also was geht mir denn in dem Moment gerade durch den Kopf? Und obwohl ich mich seit Jahren intensiv damit beschäftige, erwische ich mich ja auch immer wieder dabei, wie ich auch mal negativ schleifen. Also gerade das Böller-Thema jetzt vor Silvester war nochmal sehr, sehr präsent. Und das ist auch immer spannend, diese Endlosschleifen zu durchbrechen und bewusster drauf zu gucken und sich in dem Moment darüber bewusst zu werden. Wow, okay. Ich denke gerade wieder völlig unbewusst und automatisiert über Thema XY nach. Das ist ja interessant. Und der Der nächste Take-Away wäre dann, dann in dem Moment, wo einem das bewusst wird, dann nicht zu verurteilen, dass man gerade da wieder negativ schleifen gedreht hat, weil sonst bringt man ja eine Negativenergie auf eine Negativenergie drauf, sondern sich lieber auf die Schulter zu klopfen und sagen, ey, ich bin gerade buchstäblich aufgewacht aus diesem Gedankenkreis, ich habe mich denen angeschaut und dann kannst du sowas sagen wie, wow. Das ist ja interessant, dass das Thema schon wieder in meinem Kopf rumgeht. Ich dachte, da hätte ich mich vor einer Stunde schon drum gekümmert. Eigentlich gibt es auch gar nichts mehr drüber nachzudenken. Und vielleicht zehn Minuten später denkst du wieder drüber nach. Aber dann kommt wieder der Moment, wo du kurz aufwachen darfst und da drauf gucken darfst. Und das ist so ein spannender Prozess, sich dem bewusst zu werden, was hier im Oberstübchen einfach auf Autopilot vor sich geht. das wäre eigentlich auch immer ein permanentes Experiment, Projekt, dauerhaftes. Weil so die, ich weiß nicht, im Zustand der kompletten Erleuchtung, ob dann 24 Stunden nonstop Ruhe bei so alten Meistern im Kopf ist, ich kann ja nicht reingucken. Also bei mir ist es jedenfalls nicht. Ich versink mich immer mal gerne wieder in solchen Gedankenschleifen. Aber es gelingt mir doch mittlerweile relativ gut, da draus aufzuwachen, das zu beobachten.
Leander: Hm.
Alexander Metzler: dann wieder abzulegen und dann auch wirklich Phasen der Ruhe im Kopf zu haben oder der, sagen wir mal, der Entspannung. Entspannung ist vielleicht das bessere Wort als komplette Ruhe, weil gedacht wird ja irgendwie immer so im Kopf. Aber dass dieses, dieses, dieses Wolkenkonglumrat, was da so abgeht, dass es auch einfach da sein darf, aber keinen, also die Identifizierung damit findet nicht mehr statt. Ich bin dann nicht mehr diese Gedanken, die da entstehen, sondern ich beobachte diese Gedanken, die da entstehen und identifiziere mich Dadurch nicht mehr komplett damit oder viel, viel weniger damit oder nur noch ein bisschen damit oder wie auch immer das Level aussehen mag. Und das, finde ich, trägt zu einem sehr friedvollen Umgang zu uns selbst bei, mit unseren Gedanken und auch die daraus entstehenden Emotionen. Und auch das zu beobachten. Okay, das habe ich gedacht. Oder da kommt vielleicht Wut oder da kommt vielleicht Betroffenheit oder da kommt vielleicht Hoffnungslosigkeit, weil die wieder so dumm sind oder das. Auch das zu beobachten ist ein spannendes Selbstexperiment und damit kontrolliert man auch viel besser seine eigene Körperschemie, was einem viel mehr Macht über den eigenen Geist und über den eigenen Körper gibt und auch sehr, sehr, sehr gesund ist, weil wir von dem Sympathicus wieder in den Parasympathicus, also von der Anspannung in die Entspannung wechseln können und das relativ bewusst. Vielleicht einen
Alexander Metzler: Atemzug da drauf nehmen und dann hat man so ein kurzes Reset und dann geht es wieder weiter im Jahr 2026.
Leander: Und wenn man da halt zu einer Lage ist, dann kann man das vielleicht auch eher dann in den Situationen, wo man sich über eine andere Person aufregt, machen. Dann sieht man direkt, da kommen die Gedanken, da kommen die Urteile. Und dann habe ich dann schon gelernt, tiefer Atemzug. Ich identifiziere nämlich nicht den Gedanken. Ich höre weiter zu, sage das, was jetzt gesagt werden will. Und der Gag ist ja, das erlebe ich ganz oft auch bei meinen Seminaren, man denkt ja dann, wenn man so distanzierter von seinen Gedanken ist, dann darf immer alles sein. dann ist man so passiv. Und dann bist du wie so ein Fähnchen im Wind und widersprich niemals. Und ich glaube, das Gegenteil ist eher der Fall, dass ganz oft ganz viele von uns macht das total hilflos, diese starken Gedanken, sodass wir dann gar nichts sagen. Also ganz viele Menschen neigen dazu. Das beschreiben wir gesagt viele Seminarteilnehmerinnen, wenn die dann so in der Situation drin sind. Die werden dann nicht laut, sondern ... ziehen sich extrem zurück, werden entweder passiv-aggressiv oder ziehen sich zurück und können das gar nicht ansprechen und merken dann später, wenn die dann so ein Thema bearbeiten, krass, ich hab mich da richtig drüber aufgeregt, aber ich hab's noch nicht mal der Person gesagt. Und wie willst du deine Gegenüber hat gar keine Chance mitzukriegen, dass das was ist, was dich so aufregt, weil du hast ja noch nicht mal Bescheid gesagt, weil du dich so aufgeregt hast. Das heißt, was ganz oft ist, je mehr du im Frieden und je mehr du in deiner Mitte bist und je mehr du feststellst, dass du gerade auch Also die ganz starken Emotionen, die kommen nur daran, dass du deinen Gedanken unreflektierst, glaubst. Und wenn du die siehst, dann kannst du vielleicht viel eher noch ansprechen, dass da ein gewisses Störgefühl ist, aber auf eine konstruktive Art und Weise. Auf eine verbindende, so, krass, ich sehe jetzt gerade das oder ich kriege gerade das mit und machst das nicht so sehr als Urteil, sondern einfach als Beobachtung oder sagst, da würde ich mir jetzt gerade mal wünschen, hast du mir gerade wirklich zugehört, ich habe das Gefühl, du bist gerade... So, hast du mir wirklich zugehört, so ist was ganz anderes, sich so aufzuregen zu sagen, ey du Arschloch, hörst mir doch gar nicht zu. Oder halt gar nichts zu sagen und sich dann rauszuziehen und dann das nur für sich zu denken. Insofern hilft das auch viel, die Sachen dann anzusprechen, aber halt konstruktiv und nicht alles, muss man gar nicht alles mit sich so machen lassen, sondern kann es halt einfach viel eleganter ansprechen, wenn man sich nicht von seinen Emotionen so mitreißen lässt.
Alexander Metzler: Das gibt dann auch in so extremen Situationen, in einer Konfliktsituation. Konfliktsituationen sind natürlich wirklich sehr, sehr herausfordernd. Vor allen Dingen, wenn der eine oder andere wird es jetzt vielleicht an Weihnachten wieder erlebt haben, wenn die ganze Familie zusammenkommt und jeder ja genau weiß, welche Trigger-Punkte er drücken muss, damit man selbst so wie so ein HB-Männchen aus der Schachtel springt. Und wenn man darüber aber so eine gewisse Kontrolle und Lässigkeit entwickelt, ohne Arroganz. da reinzubringen und ohne zu sagen, ey, ich bin spirituell so entwickelt, ich stehe so weit spirituell über dir, du kannst erzählen, was du willst, kommt bei mir überhaupt nicht an und dann zeige ich dir das auch noch, wie spirituell entwickelt ich bin. Das ist natürlich nicht der richtige Weg, sondern wirklich auf Augenhöhe, auf die eigenen Baustellen zu gucken und dann entsprechend aus Friedfertigkeit, nicht aus Überheblichkeit heraus. Großer Unterschied, Überheblichkeit ist nämlich wieder das Ego-Füttern, aus Friedfertigkeit heraus. kommunizieren, dann kann das auch, glaube ich, Familienessen am Weihnachtsabend 2006 und so anzulernen.
Leander: Und da ist halt auch für viele, also was ein weiteres ist, was dann auch so den Bogen wieder schließt, wir haben ja quasi gerade einen kurzen Exkurs gemacht zu einem potenziellen Neujahrsvorsatz, den man haben könnte, friedvoller zu anderen zu sein, kann man auch nicht oft genug sich selbst auch dran erinnern. Aber ich glaube auch, dass wenn wir weniger gestresst sind, also wenn wir uns nicht so viel vornehmen, wir nicht ständig irgendwelchen Zielen hinterherrennen, nicht die ganze Zeit das Gefühl haben, dass wir nicht genug sind, dass wenn wir nicht immer da noch ein Projekt und da noch mal die Karriere nach vorne bringen und deswegen die ganze Zeit am Limit sind, sondern uns auch einfach darum kümmern, mehr in der Balance zu sein, dass wir dann auch weil wir dadurch mehr in unserer Mitte sind, auch netter zu anderen sind und die Möglichkeit haben, reflektierter zu reagieren. Ich kenne das von mir selber, wenn ich selber mal mehr am Limit bin und selber gestresst bin und ich hab viele Sachen hintereinander gehabt, dann bin ich auch bisschen ungeduldiger. Bin ich auch ein Ticken unfreundlicher. Mir passiert's. Also, ich weiß nicht, ich könnte gar nicht sagen, wann ich das letzte Mal jemanden angebrüllt hab. dass ich jemanden Das findet einfach nicht statt, keine Ahnung. Ich bin wahrscheinlich betrunken vor 20 Jahren oder so. Also es liegt nicht in mir und durch die Arbeit, wir machen und die Reflektionen ist es noch weniger geworden. Aber auch, dass ich so starke Emotionen habe, dass jemand anderes dann berühlen würde. Auch das habe ich wenig. Aber ich komme näher in die Richtung, wenn ich gestresst bin, wenn es zu viel ist, wenn ich zu oft Ja gesagt habe, wenn ich zu wenig auf mich achtgebe. Und deswegen ist es ja auch so wichtig, sich selbst Acht zu geben, weil das bestimmt die Qualität all deiner Beziehungen. Also das Beste, was du für dein Umfeld tun kannst, ist auch auf dich zu achten und vor allem Nein zu sagen. Und das ist vielleicht auch so was, man so, solche Dinge mal in den Fokus zu holen und sich an sowas zu erinnern, finde ich auch total schön. Auf seine eigenen Bedürfnisse zu achten. Öfter klar auch ein Nein zu kommunizieren, ohne ...
Leander: dass man das verletzten tun muss. man kann ganz offen sagen, nein, das ist mir jetzt einfach zu viel, das schaffe ich nicht. Ohne die Angst zu haben, dass man dann direkt immer nicht mehr gemocht wird. Und selbst wenn man dann in seiner Firma nicht weiterkommt, vielleicht ist das das Beste, was dir passieren kann. Vielleicht wäre das Schlimmste, dir passieren kann, die Beförderung. Wer weiß, was dann noch alles in deinem Leben passiert. Ich finde so der Fokus auf Balance im Leben ist so ein sinnvoller Fokus auf jeden Fall. Dem dann ganz viel automatisch folgen kann. im Spiel des Lebens. Aber wenn ich auf irgendwas den Fokus lege, darauf, immer wieder in die Balance zurückzukommen. Kann zwischendrin ruhig mal wackeln, kann auch mal kurz zu viel sein. freuen, fühlen sich die ruhigen Phasen umso schöner an. Aber immer mal wieder, immer wieder dahin zurückzukommen und nicht über ein Jahr oder sogar im schlimmsten Fall mehrere Jahre die ganze Zeit auf Anschlag zu sein. Das ist, ich, eine sehr schöne Intention, eine Idee, mit der man auch ins neue Jahr startet.
Alexander Metzler: Ja, das Wort Balance sagt es ja schon, wenn wir uns so eine Waage vorstellen, die austariert ist, dann steht die natürlich, aber normalerweise ist die ja in Bewegung und schlägt immer mal wieder zu dem einen oder zu der anderen Seite aus. Und das sind ja auch ganz normale Wellen, die wir mitnehmen können. wir haben ja auch manchmal Stress in unserem Leben, wenn wir gebucht sind, wenn wir on pointen Vortrag halten müssen, wenn wir Seminare geben, wenn wir Workshops geben. Ich hatte dieses also im letzten Jahr 25 viel um die Ohren, jetzt natürlich auch mit meiner Zertifizierung, habe ja in letzten Folge auch darüber gesprochen. Das war für mich auch mal wieder sehr herausfordernd, auch mal wieder richtig zu lernen, also richtig sich auch Fakten in den Kopf zu hauen. Wie gesagt, das war natürlich für mich auch ein spannendes Thema. daher hat mir das auch Freude gemacht. Aber natürlich geht es auch nicht eben mal so im Vorbeigehen, sondern man muss schon ordentlich Zeit investieren. die an anderer Stelle dann vielleicht auch wieder fehlt. Und deswegen war es jetzt für mich auch eben persönlich so wichtig, Zeit zwischen, ja, ab 19. Dezember war mein letzter richtiger Arbeitstag, jetzt bis 5. Januar, 6. 7. Januar, ich weiß nicht genau, irgendwann 1. Januarwoche auf jeden Fall, diese Zeit so gut wie keine Termine. Und das ist ja dann auch, Balance da einzubringen, das ist ja genau das, was du gesagt hast. Und wir können... das natürlich auch auf ganz stofflicher Ebene unterstützen, indem wir zum Beispiel auf unsere Ernährung achten, indem wir zum Beispiel auch sehr gute, frische Nahrung zu uns nehmen, die uns eben auch entsprechend Energie zur Verfügung stellt, indem wir auf unsere Makro- und Mikronährstoffe achten, indem wir gucken, haben wir genug? Vielleicht auch im neuen Jahr mal zum Hausarzt gehen, mal ein großes Blutbild machen oder darüber hinaus. Blutbild machen lassen und mal checken lassen, dann meine Werte alle in Ordnung? Fehlt da vielleicht irgendwas, was auch dazu beitragen kann, dass ich mich vielleicht ausgepowert fühle? Zweites großes Thema wäre Thema Schlaf. Kriege ich genug Schlaf? Habe ich genug Tiefschlaf- und Remschlafphasen? Kann ich vielleicht etwas verändern an meiner Schlafsituation? Kann ich mein Schlafzimmer irgendwie dunkler machen oder abkühlen? Kann ich die ganzen Stressoren, in meinem Schlafzimmer sind, rausnehmen?
Alexander Metzler: Ist da vielleicht irgendwo ein Brummen im Raum, was ich irgendwie abstellen kann? Also so ganz banale Ideen, wie ich meinen Schlaf verbessern kann. Schlaf, Ernährung und als dritten Punkt Bewegung. Also regelmäßige Bewegung, vor allen Dingen auch eben an der frischen Luft, am Sonnenlicht. Heute Morgen war hier neben dem Schnee, natürlich auch die Sonne geschehen, war für mich ein Geschenk. War für mich ein Geschenk, Schnee zu laufen und Sonnenstrahlen abzubekommen. mein ganzer... Mein ganzes Biosystem ist ausgerastet, verfreudert, eine richtige Party gefeiert, war richtig nice. Leute, ey, das kostet nichts. Das kostet noch nicht mal was. Wir geben so viel Geld für Quatsch aus, aber wir können einfach kostenlos durch den Wald spazieren. Dann nimmt uns niemand was davon ab. Oder durch den Stadtpark. Das kostet nichts, Leute. Das könnt ihr einfach so machen. Und da ist dann die Ruhe.
Leander: Mhm.
Leander: Ja.
Leander: Ja.
Alexander Metzler: Da singen dann vielleicht im Frühling wieder die Vögel und dann wird uns wieder bewusst, der Winter ist rum, Frühjahr kommt, jetzt wird es vielleicht wieder ein bisschen aktiver. Das ist eine schöne Sache, macht das für euch und dann geht ihr auch entspannter durchs Leben.
Leander: Und dann natürlich alte Gleichmutprobenfolgen hören. Da kann man sie wunderbar bewegen. Und dabei noch mehr genädige Lebensphilosophie, die das Höher schneller weiter in Frage stellt. Die mehr den Fokus auf Selbstliebe, Dankbarkeit und den Fokus auf den Moment liegt. Mit mal einer Idee, und da experimentell Dinge anders anzugehen. Aber die startet von dem Einverstandensein, mit dem, es jetzt ist. Weil das ist das Leben, in dem wir uns gerade befinden. Und wir haben keine Ahnung, ob es uns besser gehen würde, wenn wir mehr davon, weniger davon hätten. Gar keine Ahnung, was das alles mit sich bringt. So, wenn man dann so einen Felix Lobrecht, der wahrscheinlich der kommerziell erfolgreichste Comedian Deutschlands ist, anguckt, dem dann an anderer Stelle so viel fehlt, der es kaum hinkriegt, mal ruhige Tage zu haben. Und du weißt es einfach nicht, wie es dir gehen würde, wenn du es an anderer Stelle mehr hättest. Deswegen ... können wir den Fokus eben auch genau auf diese Dinge legen, die wir alle schon haben und vielleicht schaffen. Das sogar zu lieben, die Situation. Mit allem, was dazugehört. Mit allem. Und sogar mit gesundheitlichen Schwierigkeiten, mit all den Dingen, weil die sind jetzt eh da. es zieht nur wahnsinnig viel Energie, wenn du das aktiv die ganze Zeit scheiße findest. Heißt nicht, dass man nicht was tun kann. Das finde ich auch noch mal ein wichtiger Punkt, da wollte ich eben auch noch mal zustimmt das bestätigen. Ähm ... So, ich ... kann auch nix anfangen mit den Leuten, sagen, ich bin halt so und ich werd halt immer Raucher sein, ich bin halt Raucher. Das ist auch, ich nicht, darf man sich auch angucken. Also bei manchen Dingen. Ja, ich bin halt cholerisch. Das müssen die Leute aushalten. Ich bin halt ein ehrlicher Typ. Ich brülle halt die Leute dann an. So bin ich halt. müssen die da. Dann denk ich, ja, nee, du kannst dich schon auch ändern. Du hast halt nur keinen Bock. Genau. bei, es geht, man kann schon krass, also Veränderung kann echt.
Alexander Metzler: Das ist aber ein bisschen vorgeschobene Entschuldigung.
Leander: stattfinden, es liegt nie zu 100 Prozent in unserer Hand. Es hängt von ganz vielen Dingen ab und wir dürfen da auch genädigt mit uns sein, wenn das nicht funktioniert, aber gerade bei so entscheidenden Dingen dürfen wir neue Experimente wagen, immer mal wieder so kleine Testbalances machen. Vorübergehend vielleicht auch einfach sagen, gut ich akzeptiere es jetzt, ich habe gerade genügend andere Sachen, ich kann jetzt nicht gleichzeitig auch noch diese Baustelle lösen, aber es heißt nicht, was jetzt ist, muss nicht immer so bleiben. Das finde ich ganz wichtig. Also wenn wir sagen, Ja, das ist jetzt so und das wird immer so sein. Nee, das weißt du nicht. Die Welt ist so bunt, können alle möglichen Sachen passieren. Für jetzt akzeptiere ich das. Und für jetzt finde ich ein großes Ja dazu. Und das heißt aber nicht, dass es auch immer so bleiben muss.
Alexander Metzler: deswegen Böllerverbot in Deutschland jetzt. dann würde ich sagen nach diesem schönen Schlusswort und unserer ersten Folge im Jahr 2026 und unserer letzten Folge vor unserem Live Event in Hamburg, auf den wir uns schon sehr freuen. Richtig, Leander, du freust dich auch schon.
Leander: Genau.
Leander: Nö, ich will es gar nicht. Ja, es wird richtig geil. Ich hab Bock.
Alexander Metzler: Das ist schon gar nicht. Ich dafür doppelt. Das wird sehr, schön. Würde ich die Bühne dir überlassen für noch ein schönes Handbench.
Leander: Ja, guckt doch mal, ob ihr die Zeit nutzt, so einen kleinen Inventar zu machen, wofür ihr alles dankbar sein könnt, was alles in eurem Leben schon da ist, wo ihr nichts für tun müsst, was es nichts für zu machen gibt, Menschen, Tiere, Eigenschaften, was gibt es da alles bei euch, wo ihr so richtig dankbar sein könnt, weil zu der jetzigen Jahrzeit halt der Fokus ja viel auf dem, was es noch zu verbessern gilt und dieser Song ist eine Ode an das Jetzt und an die Schönheit von dem, was jetzt alles schon da ist. Bis zum nächsten Mal.
Alexander Metzler: Ciao!
Leander: Das
Leander: Kamera war nicht...
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