Musst du glücklich sein?
Shownotes
In dieser Folge fragen wir uns: Müssen wir eigentlich glücklich sein? Wir sprechen darüber, warum der gesellschaftliche Druck, jederzeit happy zu sein, oft nach hinten losgeht, und wie Vergleiche mit anderen oder uns selbst unser Wohlbefinden beeinflussen.
Mit persönlichen Geschichten, Humor und kritischem Blick schauen wir nicht nur darauf, wie Konsum und äußere Erfolge unser Glück (scheinbar) beeinflussen, sondern auch, wie innere Arbeit und Akzeptanz eine entscheidende Rolle spielen können. Wir stellen uns dem Paradox, wie viel Einfluss wir wirklich auf unser Glück haben und ob es manchmal nicht auch okay ist, wenn das Leben einfach nicht perfekt läuft.
Viel Erkenntnis beim hören wünschen Leander und Alex
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Transkript anzeigen
Leander: Willkommen bei den gleichmutproben, deinem Podcast für Lebensphilosophie, Spiritualität und Nachhaltigkeit. Ich bin Leander Greitemann, bin Speaker, Autor, Musiker, Philosoph und Soziologe und ich mache diesen Podcast zusammen mit meinem Freund.
Alexander Metzler: Alexander Metzler, Speaker, Biohacker, Digitaldesigner und Experte für mentale Gesundheit aus erster Hand. Und wir sprechen in dieser Folge vom Podcast gleich mit Proben über das Thema Glück.
Leander: Mach mal die Frage, die finde ich nämlich sehr gut. Wir sprechen nicht über Glück, sondern wir beantworten folgende Frage. Muss ich glücklich sein, glaube ich, hat du gesagt, oder?
Alexander Metzler: Ach, muss ich glücklich sein, war die Frage. verkackt.
Leander: Ja, das find... Jetzt bist du glücklich damit. Naja, auf jeden Fall muss ich glücklich sein, weil das finde ich spannend, weil das könnte man ja auch als, also oder als imperativ formuliert, du musst glücklich sein, könnte man ja irgendwie auch verstehen, dass unser Podcast in diese Richtung geht, ne? Also, dass zu mehr Glück verhelfen, alle Leute arbeiten am Glück, viele würden sagen, das glückliche Leben ist vielleicht das größte Ziel überhaupt auf diesem Planeten. Wir tun alles... Mit der Idee, dann sind wir glücklicher. Und die Frage ist, müssen wir glücklich sein? Ist das überhaupt ein wichtiger Teil des Lebens? Wenn ja, was trägt dazu bei? Und wenn nein, wie schaffen wir es davon weniger zu haben? Ich glaube, da haben wir alle eine gute Idee, wie man unglücklicher sein kann. Aber gerade diese Frage, muss ich glücklich sein? Finde ich super spannend. Besonders, wenn man sich damit auseinandersetzt viel. Und wenn man so auch große Teile seines Tages und seines Lebens dieser Aufgabe widmet. Da habe ich total Lust, dir gemeinsam tiefer einzusteigen. Ich wollte aber, bevor wir das noch sagen, noch mal kurz einen Zirkel zurück, weil jemand meinte, wenn ich ganz viele Podcasts hintereinander höre, einige sind ja neu und haben dann viel nachzuholen. Und wenn die jetzt unsere neuen Podcasts hintereinander hören, dann stellen wir uns ja immer wieder vor. Dann meint die, ich weiß doch, wer ihr seid. Und früher haben wir uns ja auch nicht vorgestellt. Aber dann wurde uns das wärmstens empfohlen. Und dann ist uns auch mal aufgefallen, ganz, ganz viele Podcasts. machen das zumindest auf die eine oder andere Art. Nicht absolut jeder Podcast. Aber da wir ja auch Lust haben, dass neue Menschen das hier entdecken können und wir uns auch freuen, wenn ihr das schickt an Menschen, die uns noch nicht kennen, dann sind die nicht völlig lost. So, hä, wo bin ich denn? Wer ist das hier? Wer spricht da? Und deswegen versuchen wir das knackig zu halten, aber zumindest am Anfang immer einmal kurz zu sagen. Gerne eure Meinung dazu in die Kommentare.
Alexander Metzler: Ja gut, dass du das nochmal erläuterst und an der Stelle ein herzliches Willkommen an die alten Hasen, die schon super lange dabei sind und ein herzliches Willkommen an alle Menschen, die uns neue entdeckt haben und für die ist es natürlich schön, wenn sie das mal kurz hören und für uns ist es auch immer ganz gut, wenn wir uns selbst ein bisschen einsortieren können, wer wir eigentlich sind, wo wir eigentlich herkommen. Das kann man ja mal auch vergessen, zwischendurch so im Trubel des eigenen Tages und das Ego komplett ablegt.
Leander: Ja, genau. Besonders wenn man so extrem spirituell und ohne Ego befreit unterwegs ist, dann vergisst man immer erst mal wieder die irdische Hülle zurückfinden. In welcher Inkarnation befinde ich mich gerade nochmal? Ach, sag ja, die Leander-Realität, die gefällt mir eigentlich gut. Dann spreche ich doch jetzt mal. Ich bin nämlich wie so ein Schachspieler, der zehn Spiele gleichzeitig hat. Ich bin in zehn Existenten gleichzeitig, müsst ihr wissen.
Alexander Metzler: Ja, geht mir... Ja, wo ist das hier?
Leander: Neun davon sind Flamingos und eine ist die andere und da muss ich mich vorher immer einmal vorstellen zu wissen, mit welchen Schnabel ich gerade spreche.
Alexander Metzler: reinfinden. Ja, kann ich sehr, sehr gut nachvollziehen. Ja, muss ich glücklich sein? Das ist echt eine schöne Frage, weil vieles von dem, was wir hier im Podcast behandeln, lieber Leander, zielt ja auch darauf hin, dass wir leichter durchs Leben gehen können. Das Thema Lebensphilosophie, also was, welche Denkansätze, was hilft uns dabei einfacher, leichter und auch glücklicher durchs Leben zu gehen und das zielt ja auf das Thema Glück ab. kann Glück, also kann dieser Anspruch auf Glück auf der anderen Seite dann auch nach hinten losgehen? Kann der vielleicht sogar durch die Hintertür kommen und uns unglücklich machen? Das ist ja auch eine sehr spannende Betrachtungsweise. Und was ich bei dem Wort Glück immer auch schon, also seit ich mich mit den Themen auseinandersetze, ein bisschen problematisch finde ich, dass in der deutschen Sprache der Begriff Glück mehrfach besetzt ist. Also es gibt ja zum Beispiel das Zufallsglück. Also ich finde 10 Euro auf der Straße oder ich habe sechs richtige im Lotto. Das ist dann der glückliche Zufall, der mir zukommt. Dann habe ich so ein erarbeitetes Glück. Also ich bekomme zum Beispiel eine Gehaltserhöhung oder möglicherweise veröffentlich...
Leander: Was ein Riesenglück, man sagen. was ein Glück, ich hab endlich meine...
Alexander Metzler: Ein Riesenglück. Oder man kauft sich was, das neue Auto. Oder ich veröffentliche vielleicht irgendwann mal mein erstes Buch. Wer weiß es schon so genau. Da könnte ich davon ausgehen, dass sich dann auch so ein Glück bei mir einstellt. Oder das momentan, gerade Winter-Olympia, du stehst auf einem Treppchen, hast eine Medaille, vielleicht sogar Gold. Dieses Glück ist wieder ein ganz anderes als das Sechser im Lotto-Glück. Das wird alles so ... Und dann gibt's ja noch meinen Lieblingsbegriff, die Zufriedenheit. Und die Zufriedenheit ist ja eher etwas ... nicht so spektakuläres. Also, da ist ja nicht der Luftsprung, und da ist nicht dieses, muss ich denn den ganzen Tag lächeln, muss ich's ausstrahlen, ist das das Glück? Ja, die Zufriedenheit ist ja dann eher so ein innerer Zustand, der nicht so viele Funken schlägt, dafür eher so ein Dauerzustand, während das Glück dieses ... Dieses situative Glück ist eher so Kommen und Gehen. Das ist mal da, dann fühlen wir uns total gut, dann ist es weg, dann wollen wir das wieder zurückhaben. Also der Begriff Glück ist mit ganz vielen verschiedenen Situationen, schlägt er so einen Begriff für ganz viele verschiedene situative Dinge. Und deswegen glaube ich, der Begriff Glück, vielleicht definieren wir den mal für uns, wie wir den definieren würden. Und ich glaube, deswegen gibt es auch oft Missverständnisse mit dem Begriff.
Leander: Ja, ich glaube, wir reden im Prinzip heute über Happiness. Also so, das ist die Form, also glücklich, muss ich glücklich sein. Do I have to acquire happiness? Oder do I have to be happy? Und Happiness trifft zu mich irgendwie, hat nochmal eine andere Qualität als einfach nur happy sein. das wäre, Happiness klingt schon so ein bisschen nach Glückseligkeit vielleicht auch, was auch nochmal so ein bisschen mehr das ist und... Ich würde sagen, wir können es ausweiten. Wir können auch die Zufriedenheit mit reinnehmen in das für mich jetzt mal. Ich finde es spannend, nicht nur über diese kurzen Highs zu sprechen. im Sinne von wirklich... die Goldmedaille und ich bin extatisch und denke, Alter, das ist geilste Moment. Und du siehst ja auch dann diesen Moment, Klammer auf, dass die dann eine Woche später fast alle Depressionen haben, weil die nicht mehr wissen, was sie mit ihrem Leben anfangen sollen. Stichwort Post, olympische Depression. Es steht nochmal auf einem anderen Blatt, aber in dem Moment sind sie halt richtig, richtig glücklich. Und trotzdem werden sie ja weiterhin wahrscheinlich zufrieden sein mit ihrer Performance bei den olympischen Spielen, auch wenn sie vielleicht dann in der in der post-olympischen Depression festhängen. Also für mich könnte in dieser Happiness auch dieses Zufriedenheit-Ding mit rein. Also glücklich sein im Sinne von zufrieden sein. Muss ich zufrieden sein? Muss ich glücklich sein? Muss ich das? Ist das quasi der Anspruch von meinem Leben? Das fände ich so für die Definition heute gut, so weit zu fassen und nicht nur dieses kurze Strohfeuer. Wie sagt man? Nee, Strohfeuer? Ja.
Alexander Metzler: Strufeuer, ja. Was schnell brennt, viele Funken schlägt und nicht.
Leander: was so abfackelt und dann direkt wieder weg ist, sondern muss ich in meinem Leben glücklich sein, muss ich eine Zufriedenheit erreichen? Fände ich spannend als Frage für heute.
Alexander Metzler: Gibt es denn diese post-olympische Depression als Definition? Das habe ich noch nie gehört. das gibt es tatsächlich. Okay.
Leander: Ja, Post-Olympic Depression auf Englisch. das ist so... Ja, weil es richtig... Also es ist allgegenwärtig. Also es ist natürlich keine Garantie, aber es sind sehr, sehr viele Menschen, die danach dann einfach in Loch fallen. Ist ja klar. Also was für eine Anspannung...
Alexander Metzler: ist ja nachvollziehbar, du arbeitest Monate oder sogar Jahre auf diesen einen Punkt hin, dann erreichst du das Unglaubliche. Alle reißen sich dich und drei Tage später kriegt keiner Ahnen mehr danach gefühlt.
Leander: Ja.
Leander: Genau, oder je nachdem, du halt richtig überraschend Gold holst, sind das echt ein paar Wochen noch, wo du dann von Talkshow-Sendung zu Talkshow-Sendung und alle feiern dich. Und dann musst du halt erst mal wieder klarkommen, dass du halt zu Hause nicht interviewt wirst von deinen Kindern und deiner Partnerin, sondern einfach normal deine Sachen weitermachst. Die finden das auch toll, dass du Olympia gewonnen hast. Die werden dich jetzt aber nicht als ständig vor und wie war's mit deiner Olympia, sondern sagen, räum deine Socken auf, Junge. Was ist denn mit dir los? Ja, naja, gut. Und ich finde das also, ich musste eben auch dazu, so über die Glücksdefinition gesprochen, musste ich an jeder es seines Glückes schmieden. Denken auf den Satz können wir heute wahrscheinlich so ein bisschen. Ich geht ja damit rein, jeder und jede seines und ihres Glückes schmied wäre und schmieden, dann wäre es vielleicht auch noch mal mehr, also dann wäre die Verpflichtung vielleicht auch noch mal höher. Also wenn ich zu 100 Prozent Einfluss habe auf dieses Glück, Und es gibt ja auch verschiedene, auch da wieder gibt es ja einige Leute, die sogar sagen würden, dieses Glück bezieht sich auch auf das Gelücke. Ich glaube gelingen, kommt das nicht daher? Gelücke gelingen? Ja, kommt mir irgendwie gerade bekannt vor. Auf jeden Fall auch in Bezug auf alles, was du erreichst, ist auch du bist, im Sinne von du kannst alles schaffen, wenn du an dich glaubst und nur hart genug arbeitest. Würden ja viele auch sagen, dass sogar das, was du erreichst, komplett in deiner Hand drin ist.
Alexander Metzler: Ja, könnte sein, ja. Ich weiß es nicht.
Leander: Und dann guckt man natürlich anders drauf. Auf diese Frage muss ich immer glücklich sein. Wenn man sagt, es liegt zu 100 % an dir, ob du glücklich bist, ob du zufrieden hat, dann sieht man es vielleicht noch mal anders, als wenn man sagen würde, du hast vielleicht einen Einfluss darauf. Aber ob es zu 100 % in deiner Hand liegt, kann man nicht sagen. Also insofern, ist ein ganz spannendes, vielschichtiges Thema. Und wie du aber gesagt hast ... Gerade auch dieser Selbstoptimierungswahn. Ich glaube, dass das halt schon total nach hinten losgehen kann. Also, dass diese fast schon manische Suche nach dem Glück ... auch jede Menge Unglück hervorbringen kann und Unzufriedenheit. Wenn ich immer mich vergleiche und denk, guck die ist doch noch glücklicher. Und wenn ich nur so wär wie die Person, grade Social Media lädt natürlich extrem dazu ein. Und wenn ich dieses Maß hätte, so muss ich doch leben. Und dann ... stützt mich das natürlich noch mal in viel größeres Unglück, weil ich ja dann immer, wenn ich nicht zu 100 % glücklich bin, bin ich noch der Idiot, wenn ich sage, ich bin meines Glückes Schmieds, dann verurteile ich mich dafür, mache mich fertig, ich habe doch all die Bücher gelesen, es liegt doch an mir, es ist doch so einfach, ich könnte doch jetzt glücklich sein, aber aus irgendeinem Grund bin ich nicht glücklich und das natürlich hoch toxisch.
Alexander Metzler: Da hast du jetzt den Vergleich mit anderen, Social Media sogar mit der ganzen Welt, aber da reicht ja auch schon der Vergleich mit nur dir selbst. Du kannst ja auch sagen, das sehe ich manchmal auch in spirituellen Lehren, die Frage, bist du heute mehr blissful als gestern? So als Entwicklungsstufe. Und das ist natürlich auch eine Einladung, weil was ist denn, wenn ich heute weniger blissful bin als gestern, habe ich dann versagt? Also ist dann mein spirituelles Arbeiten.
Leander: Mmh.
Leander: Hmm... Ja... Ja,
Leander: Ja.
Alexander Metzler: falsch, ich zu wenig gemacht, ich mich zu wenig angestrengt. Also das find ich auch so ein bisschen schwierig. Also ich find's auf der einen Seite, es ist so ein zweischneidiges Schwert, auf der einen Seite ist es ja auch eine Einladung, eine Innenschau zu machen und zu gucken, wie fühl ich mich denn überhaupt. Und das find ich generell sehr, gut, in diese Welt einzutauchen, sich bewusst Zeit zu nehmen, reinzuspüren, vielleicht mal zu atmen und zu gucken. Was schicken mir denn Körper und Geist und Seele überhaupt für Signale? Also dafür überhaupt eine Offenheit zu entwickeln und das überhaupt wahrzunehmen. Viele Menschen machen das gar nicht. Da findet das alles im Unbewussten statt. Irgendwann explodierst du, dann rastest du halt mal aus und das sind so die emotionalen Schwankungen. Aber da reinzufühlen, das genau wahrzunehmen, das finde ich ein sehr, sehr starker Move, den man machen kann. Denen aber ... gleichzeitig zu verketten mit so einem Leistungsgedanken, es muss mir heute aber ein Stück weit besser gehen oder ich muss heute ein bisschen mehr glücklicher sein oder more blissfulness als gestern. Und wenn ich das dann nicht erreiche, was ist denn dann? Hab ich dann versagt? Ist das dann wieder eine Einladung zum Unglücklichsein oder ist das eine Einladung zur Motivation, noch mehr zu machen? Also, hm, das finde ich dann wieder ein bisschen schwierig, weil letzten Endes für mich spirituell, was heißt ... erfolgreich, aber wirksam, glaube ich, bist du in dem Moment, wo du auch einfach akzeptieren kannst, ich bin heute weniger glücklich als gestern und es ist völlig in Ordnung. Also diese Akzeptanz der Zustände würde ich als sehr, sehr viel wirkungsvoller für die eigene Zufriedenheit ansehen als, Gott sei Dank, ich bin heute ein Stück glücklicher, wie willst du das auch messen, vielleicht ein bisschen am Gefühl, aber du hast ja keine Skala, die dir das anzeigt oder sowas, als gestern. Das finde ich dann wiederum schwierig.
Leander: Hm.
Leander: Ja, und ich finde es super gut, dass du diesen Punkt ansprichst, weil das ist, sieht man tatsächlich echt viel so, dass die nächste Evolutionsstufe ist. Also so die erste Evolutionsstufe Persönlichkeitswicklung aus meiner Entwicklung, aus meiner Sicht ist so, ja, du musst möglichst viel haben. Die Welt ist ein Rattenrennen, arbeite hart, dann kannst du nach vorne kommen, lass die anderen hinter dir, besieg die anderen, sei besser als die anderen. Es liegt an dir, zieh durch. So, das ist der erste Schritt. Dann kommen die, die schon ein bisschen softer sind, sagen, der Vergleich mit anderen bringt gar nichts. vergleich dich immer nur mit dir. Du bist dein ... Und du musst nur selber immer besser werden im Vergleich zu deinem. Das klingt erst mal sehr ... sehr sanft und sehr so ... Ach ja, es geht nur um dich. Dass du mit dir immer ... Aber genau wie du es beschrieben hast, auch das eine Möglichkeit, toxische Auswüchse zu bekommen. Weil du dann sagst, ich müsste es im Leben immer aufwärtsgehen. Und das ist, glaub ich, genau wie du gesagt hast, totaler Trugschuss. Und auch ... Vielleicht würden dann einige sagen, es muss nicht jeden Tag ein bisschen besser sein, ich kann auch mal Rückstärke geben, aber in Summe, über die Jahre, es doch immer besser werden. Das ist dann so, vielleicht geht man mal runter, aber in Summe ist ein Trend nach oben. Und all diese Gedanken, wenn ich mich zu sehr in denen verliere, sind, glaub ich, das Gegenteil von förderlich. Also genau wie du auch gesagt hast. dass das ... Natürlich machen wir gewisse Dinge, weil wir davon ausgehen, dass sie uns vielleicht glücklich machen. Also in die Natur rausgehen. Ähm ... Auch ... auf Schlaf achten. Letzte Folge hast du es noch gesagt mit Was sind so die Säulen für ein zufriedenes Leben? Oder was war die Überschrift, die du genannt hast mit sozialen Beziehungen?
Alexander Metzler: Die vier Säulen der Gesundheit letzten Endes.
Leander: der Gesundheit oder genau, wenn wir jetzt dann Gesundheit mit so einem erfüllten, runden, glücklichen, zufriedenen Leben sind, dann gibt's ja gewisse Dinge, wo wir alle für uns wissen, wenn ich das eine viel mache, dann geht's mir tendenziell wahrscheinlich schlechter, und wenn ich das andere viel mache, geht's mir tendenziell wahrscheinlich besser. ich hab für mich gemerkt, Alkoholtrinken ist in Summe ... von der Rechnung her merk ich, es geht mir besser, wenn ich konsequent drauf verzichte, Stand jetzt, als wenn ich ... Ab und zu trinke oder sogar vielleicht viel trinke. Das ist so für mein Leben in sich fühlt sich das mehr in Balance an. Also habe ich damit aufgehört und natürlich mit der Instention zu sagen, ich habe Lust auf ein Leben im Balance und ein Leben so das also ich vielleicht könnte könnte man sagen schon mal so als erste Zwischengedanke, der mir jetzt gerade kommt Glück kann so eine Ausrichtung sein oder Zufriedenheit auch also dass ich tendenziell natürlich Entscheidungen treffe, die auch zu meiner Zufriedenheit beitragen rund und das kann auch die Zufriedenheit des Planeten mit einschließen. Auch da können wir vielleicht später nochmal sprechen und auch die Zufriedenheit anderer Menschen. Und je mehr ich bewusst auch weiß, was mir zufriedenheit oder Glück tendenziell bringt, desto besser kann ich vielleicht auch Entscheidungen treffen, die jetzt nicht direkt so ein High bringen. Aber wo ich weiß, auf lange Frist, das tut mir einfach gut. Es tut mir einfach gut, Balance zu haben. tut mir einfach gut, nicht zu viel zu arbeiten. Es tut mir einfach gut, genug zu schlafen. Es tut mir gut, Musik zu machen und so weiter. Aber der Gedanke von, und da sind wir wieder bei einem klassischen Gleichmutproben-Satz, aber der passt auch hier schon wieder im Sinne von, gib nicht den Früchten deiner Handlung die Bedeutung, sondern der Handlung selbst. Dass ich das nicht mache und es nur deswegen mache, dann glücklich zu sein. Und dass ich so immer den Fokus habe, und ich hab's doch jetzt gemacht, ich muss doch jetzt glücklicher sein. Und dann bin ich ganz frustriert und denk, fuck, oder dann steh ich auf, und ich kenn das, und du kennst das.
Leander: Ich geh mal davon aus, alle Leute, die hier zuhören, kennen das. Manchmal wacht man morgens auf und ist krumpelig. Oder man wacht total gut geläunt auf und auf einmal ist man mittags total in so einem Loch und denkt, wie soll ich das eigentlich alles hinkriegen? das so viel? Boah, ich weiß grad gar nicht. ach, was hab ich mir für einen Job ausgesucht? Was ist das da? Warum muss ich hier die ganze Zeit E-Mails machen? Die Scheiße. Und das kommt einfach. Und, ähm ... dann ... sich dann zu verurteilen und zu sagen, du Arschloch, du hast es immer noch nicht gecheckt, du müsstest doch eigentlich schon so viel weiter sein. Beim letzten Mal hast du dich doch gar nicht drüber aufgeregt, wieso reg ich mich jetzt drüber auf? Und das ist dann der Anfang von Hölle und Teufelskreis, dass du dich dann immer mehr dafür verurteilt und sagst, guck mal, wie gehe ich denn jetzt? Und dann fängst du an zu scrollen, dich abzulenken, denkst, fuck, Alter, jetzt hab ich auch noch gescrollt, ich Arschloch, ich wollte doch gar nicht mehr so viel am Handy hängen, ich Vollidiot und dann... Das ist eine Möglichkeit, das was sowieso schon gerade sich nicht so nett anfühlt, so richtig in so eine Katastrophe rein zu ziehen.
Alexander Metzler: Mhm. Ja, wir ... Wir leben ja halt auch in einem ... Kulturkreis ... in einem wirtschaftlich starken Kulturkreis, der geprägt ist von Konsum. Und ... ich glaube, ein großes Missverständnis, und das ist aber gut nachvollziehbar, weil uns das sozusagen seit Kindesbeinen an eingebläut ist, ist das Missverständnis, dass wir glücklicher werden ... indem wir Dinge im Außen erreichen, indem wir Dinge kaufen, indem wir uns Dräume erfüllen. Und ich will gar nicht sagen, dass ein schöner Urlaub in einem exotischen Reiseziel nicht auch was ist, was erstrebenswert ist und toll ist, mit all den Folgen, da dranhängen, aber diese grundsätzliche Konditionierung, die uns da mitgegeben wurde, und wenn ich da so, ich bin ja in den 80ern, war ich noch ein kleiner Junge, was ich da schon an Werbung konsumiert habe im Fernsehen. Und was mir alles erzählt worden ist, was man mal haben muss später im Leben, endlich glücklich sein zu dürfen. Du brauchst eine Traumküche. Du brauchst einen Traumbad. Natürlich brauchst du dein Traumauto. Und wenn das Traumauto von deinem Nachbarn dann noch traumhafter ist, dann brauchst du noch ein traumhafteres Auto, damit deins traumhafter ist als das vom Nachbarn. Und solche Geschichten. Oder ich erinnere mich an Werbefilme. Da war dann die junge Familie mit ihren zwei Kindern im Garten. Du hast das Eigenheim gesehen. Und die Eltern haben sich dann so ganz zufrieden auf so einer Liege. Ich glaube, ging ging es Sparkasse? Oder Bauchsparen? I don't know. Aber dieser Gedanke mit, da kommt jetzt der Punkt, an dem habe ich alles geschafft. Und da ist alles in Ordnung. Und dann kann ich mich endlich so in meinem Garten auf meinen Liegestuhl setzen und kann durchatmen und kann zufriedenlächeln. Das ist dieser Moment, dass der, also dieses ewige Rattenrennen von was brauche ich alles, mich endlich auch glücklich fühlen zu dürfen. Und ich glaube tatsächlich, dass da östliche Kulturen halt einen ganz anderen Ansatz fahren, dass die viel mehr innere Arbeit leisten.
Leander: Mhm.
Alexander Metzler: Weil man muss ja, und das ja das Entlarvende an dieser Sache, ja, dass wir durch diese Dinge, wir im Außen erreichen wollen, diese Sachen, die ich jetzt aufgezählt habe, Küchen, Haus, Auto, diese Sachen, am Ende sollen die ja dazu führen, ein Gefühl in uns zu erzeugen, nämlich das Gefühl von Glück oder das Gefühl von Zufriedenheit. Weil das ist ja das, nachdem der Mensch grundsätzlich erst mal strebt, der Mensch möchte sich ja gut fühlen. Wenn ich die Wahl habe, möchtest du dich jetzt bewusst glücklich fühlen oder unglücklich, ... dann würde ja jeder von uns sagen, ... ... ich entscheide mich für das Glückliche. Es liegt ja auf der Hand, ... keiner will ja unglücklich sein von sich aus. Und dieses innere Gefühl ... ... nennen wir es mal Zustand zu erreichen ... ... durch Dinge, die wir im Außen machen, ... statt den direkten Weg über die innere Arbeit zu gehen, ... ... daran liegt halt so bisschen die Ironie ... in unserer Kultur, finde ich. Nochmal, es spricht ja gar nichts dagegen, dass wir den Anspruch haben, uns mit schönen Dingen zu umgeben oder hier und da mal was zu kaufen, was uns glücklich ist. Bei dir sind es ja Handpens zum Beispiel. Bei mir sind es vielleicht nicht so viele Handpens wie bei dir, aber das kostet schon viel Geld, sich so ein Instrument zu kaufen. Aber wir gönnen uns das dann mal. Beziehungsweise bei dir ist es ja auch, bei mir ist es ja auch mittlerweile im beruflichen Umfeld. Nein, also schlechtes Beispiel. Irgendwas, wo wir wirklich... Was hab ich denn... Ich überleg grad, ich zum letzten Mal Geld ausgegeben hab, was nichts Berufliches war. Hm... Das ist der Fluch des Minimalismus. Was hab ich mir denn mal ... Egal. Mir fällt irgendwann noch irgendwas ein. Ja, kauf ich mir halt auch nie ... Schlepp mir halt die Jolly an, weil sie meinen Stil kennen. sag ich, ich hab die ... Und dann sag ich, geil, ich muss nicht selbst einkaufen gehen. Das Problem ist auch selbstlösend bei mir. Ja. Also, ich glaub, so das Unsinnigste, was ...
Leander: Klamotten, Klamotten könnte, also Klamotten könnte man auf jeden... Naja, nie, nie stimmt nicht. Ja, ist sowas eher.
Leander: Ja, okay. Ja.
Alexander Metzler: sind so Actionfiguren, Marvel-Actionfiguren, die mir hier und da mal jemand zum Geburtstag schenkt oder so. Da kann ich mir ja nix schönreden. Das ist ja nur, freu ich mich darüber, dass ich die hab. Die haben keinen Zweck, die haben keine Funktion. Ich spiel nicht mit denen. Und wahrscheinlich finden sogar die meisten Leute relativ weird, wenn sie zu mir kommen. Und ich hab in der Küche dann beleuchtet, irgendwelche Actionfiguren rumstehen.
Leander: ja.
Leander: Ja. Du spielst noch nicht mal mit denen. Weißt du, du machst noch nicht mal irgendwie.
Alexander Metzler: Das passt so gar nicht ins Bild von dem erleuchteten Minimalist. wäre auch dann in dem Moment, denke ich mir, so was denken die jetzt gerade. Und dann denke ich mir, ja, ist auch eigentlich geil. Also das wäre vielleicht was, was mir einfällt, das ist so völlig nutzlos und zwecklos. Aber diese Dinge, die wir konsumieren, etwas in uns auszulösen. Und da geht halt in der östlichen Kultur ...
Leander: Ja.
Alexander Metzler: Wenn wir dann nach Indien gucken oder so, da gehört dieser Innenraum, dieses auch wirklich Arbeiten, also innere Arbeit, das gehört da einfach mit dazu. Das bringt uns hier halt niemand bei. Und das finde ich halt so spannend, dass man da eigentlich auch den direkten Weg gehen kann. Und das bedeutet ja nicht, dass man nicht auf einen gewissen Komfort im Außen verzichtet. Und ich rede jetzt wirklich von Komfort, weil das, wo ich mich jetzt hier gerade befinde, mein Homeoffice, das ist voller Komfort. Also das ist ja nicht nur, ich habe ein Dach über dem Kopf, Und ich bin froh, dass ich irgendwo im Warm und im Trocknen sitze, also so das Minimum abdecke an menschlichen Bedürfnissen, sondern das ist much more als das Grundniet, den ich in meinem Leben habe. Und ich finde, da spricht dann auch nichts dagegen, wenn wir, und das ist der springende Punkt, unser inneres Glück nicht von diesen äußeren Dingen abhängig machen. Das ist, glaube ich, der springende Punkt. Weil jeder hat wahrscheinlich auch schon mal dieses Erlebnis von Glückskäufen gehabt. etwas, was man gar nicht auf dem Schirm hatte. Und sieht es irgendwo vielleicht in einem Schaufenster beim Shopping oder so. Und man kauft sich das und dann hat man, und da sind wir wieder beim Thema Strohfeuer, was du für ihn angesprochen hast. Also dieses kurze Glücksgefühl von neue Tasche, neue Jacke, neue Schuhe, neuer Gürtel, whatever. Und man hat das dann und man zieht es vielleicht auch das erste Mal an und dann macht es was mit einem, dann erzeugt es Glück. Aber das ist halt nicht von großer Dauer. Das wird halt relativ superschnell normal, ist dann eins von vielen Accessoires im Schrank und ist eigentlich egal, ob du es besitzt oder nicht. könntest es ab dem Moment auch wieder herschenken, weil den eigentlichen Zweck dieses Glücksgefühl, das war relativ schnell da und ist relativ schnell auch wieder weg und hat damit auch sein... Sein Zweck schon erfüllt.
Leander: Ja, also ich glaube, da gibt es auch Unterschiede. Also ich erinnere mich auf jeden Fall so an ein paar Kleidungsstücke in meinem Leben, wo ich selber überrascht war, weil ich ja auch da diese Philosophie schon hatte, wie lange ich dann noch Freude daran hatte. Und trotzdem auch da irgendwann war auch das abgetragen. Jetzt gibt es bestimmt Leute, die hier zuhören, die sagen, mein Fahrrad oder mein Auto, da freue ich mich jedes Mal, wenn ich mich reinsetze, denke ich ach. Guck mal, ist doch so, irgendjemand der sich jetzt wirklich für Autos interessiert und der hat sich dann irgendwann seinen Audi A6 geleistet oder was weiß ich oder jetzt irgendwie einen richtig coolen VW ID.7 Electric oder irgendwas und sagt da jedes mal und ich kann mir vor, gerade bei Gegenständen die man auch gebraucht, ne, also sowas wie ein Auto oder ein Fahrrad, das man wirklich benutzt, die nicht nur rumstehen, dass man da schon auch Freude dran haben kann. Aber zweifelsohne, wenn die innere Haltung im Arsch ist, wird das Außen das nicht retten. dann ist es wirklich maximal ein High, aber wenn du ein Burnout hast, wirst du auch in deinem Auto ein Burnout haben. Dann kannst du vielleicht einen kurzen Moment von, auch wenigstens gibt's mein Autochin noch, aber wenn da innere Leere ist, das wird das nicht kitten und das kennt auch, kennt glaube ich auch jeder und jede. Und das stimmt, ich wollte noch kurz sagen, zu dieser Romantisierung und ja, also östlichen Kulturen hat das eine ganz andere Tradition und trotzdem ist da ja gerade an vielen Stellen auch absolut Turbo-Kapitalismus und auch wenn man sich China anguckt, wo ja auch der Taoismus herkommt, da ist absolut Arbeiterhart, wir wollen es schaffen, da ist ja auch diese Aufbruchsstimmung seit einigen Jahren, weil es ja auch so vorwärts geht, da ist gerade komplett Turbo-Kapitalismus angesagt. Das heißt, es gibt es, aber
Alexander Metzler: Ja, aber erst seit wenigen Jahren.
Leander: Ja genau, es ist an eigenen Stellen völlig überschattet und auch in Indien, wenn du da in die Städte gehst, da gibt es viele, die hustlen einfach, die haben vielleicht noch bisschen Glauben, singen dann noch mal Ganesha abends, aber ansonsten arbeiten die den ganzen Tag. Also, aber klar, von der Grundhaltung her und viele der Philosophien, die wir teilen, kommen ja auch aus diesen Regionen der Welt und da das schon tendenziell erstmal eine andere Verwurzelung. Ich hoffe, dass sie das nicht, diese diese Verwurzelung nicht ganz vergessen, sondern ... Ja, aber an einigen Stellen tun sie das definitiv. Ähm ... Ja, und du hast ja schon gesagt, innere Arbeit, ne? Das klingt ja dann auch schon wieder wie ... Das ist ja dann ein Ziel, an dem ich ... an dem ich ... arbeite sozusagen. Das Ziel des Glückes und der zufrieden hat. Und das ist dieses Paradox, was wir, glaub ich, in dieser Folge gar nicht final auflösen werden. ... Einfach wieder so, das Leben ist halt nicht schwarz-weiß. Wir können gleichzeitig am Glück arbeiten und uns versuchen, davon zu lösen, dass wir denken, mein Leben ist nur dann sinnvoll, wenn wir glücklich sind. ich finde, was die andere Seite ist, die finde ich auch nicht erstrebenswert. Diese Resignation. Ja, das Leben ist halt scheiße. Ja, ich bin halt unglücklich. Das ist halt so. Und dann nicht ein volles Akzeptieren dessen und ein Umarmen von, ja, bin gerade, ist da Trauer in meinem System. Ja, da ist gerade Unzufriedenheit. und Unglück in meinem System und ich umarme das und weiß auch gleichzeitig, dass das nicht immer so bleiben wird und finde so ein großes Ja dazu, wie man das vielleicht sagen würde. Das ist ein Unterschied zu so einer Resignation von Aufgeben und Ja, ich bin halt so, es ist halt scheiße, ja mein Job ist halt blöd, es ist halt so. Man muss so antworten auf die Frage, wie geht es dir? Und da...
Alexander Metzler: Muß ja, genau.
Leander: Muss ja, genau. Und da war zum Beispiel auch in dem Podcast, den wir beide auch schon mal kritisiert haben, zum Thema Vipassana bei Seelenfänger, die aktuelle Staffel, da haben die beiden Hosts haben dann irgendwie auch mal in so einem Nebensatz gesagt, ja, das mit dem Meditieren und diesem Glücksversprechen, vielleicht müssen wir auch unzufrieden sein, vielleicht kriegen wir dann auch viel mehr geschafft im Leben aus dieser Unzufriedenheit. erreichen wir vielleicht ja auch viel mehr Dinge als Antrieb und sowas und ja auch das also so kann man ja auch drauf gucken guck mal also wenn du auf einer größeren Ebene drauf guckst und sagst ach krass ich bin heute unglücklich ja das ist teil davon und wahrscheinlich wird sogar das dazu führen dass ich wenn ich richtig glücklich bin dass viel mehr schätzen kann weil ich auch weiß wie trauer sich anfühlt und manchmal entstehen die wunderbarsten Dinge auch aus so einer frustration heraus das heißt wir können das bewerten sowieso aufgeben das stimmt und gleichzeitig
Alexander Metzler: als Antrieb.
Leander: haben die Hosts aber auch gesagt, dass die beide in Therapie sind. Soweit ich weiß. Zumindest die eine, die diesen Satz gesagt hat, auch in Therapie und denkt, wenn es so egal ist für dich, ob es dir gut geht oder nicht, dann schmeißt doch die Therapie hin. Ist doch offensichtlich egal. Hä? Also, dieser Satz von, ja, ... Warum müssen wir denn ... Also, ist dann ... Wir beide kritisieren ja auch dieses übertriebene Selbstoptimieren und dieses Hächeln nach Glück und Zufriedenheit. Aber gleichzeitig ... das komplett zu kritisieren, sagen, warum sollte man auf Meditations-Retreat gehen? Das gehört doch dazu. Warum sollte man mit seinen Gedanken eleganter umgehen? Die haben wir halt. Das hat dann manchmal so was Resignatives und und find ich auch nicht zu Ende gedacht ist. So, ja, probier's doch aus. Also, dich drauf ein, wenn's nicht gefährlich ist. Also, würd sagen, jede Methode, die da angeboten wird auf dem Markt, haben wir auch schon drüber gesprochen an anderer Stelle. unbedingt so hilfreich ist, aber an sich spielerisch zu gucken, was geht da noch? Also gibt's da irgendwelche Blockaden auch, auch in Therapie zu gehen, rauszufinden, ob ich da irgendwelche Traumata-Muster hab, die meiner Zufriedenheit im Weg stehen, ist, ich, extrem wertvoll. auch, ja, die Arbeit, die wir an verschiedenen Stellen machen, ob es über Vorträge oder Retreats ist, Mittel und Wege zu finden, wie wir zufriedener am Ende glücklicher durch Leben zu gehen, ist, ich, ein total valider Punkt und absolut möglich. Also es gibt meiner Meinung nach, wir können einen echten Einfluss auf das Glück und die Zufriedenheit in unserem Leben haben. Und das ist diese Paradoxie von, es gibt das, wir können Einfluss haben, aber dieser übertriebene Fokus da drauf, der kann wieder zu Unglück führen.
Alexander Metzler: Du hattest gerade gesagt, die Folge, wo wir uns über Seelenfänger unterhalten haben, das war allerdings eine Patreon-Folge. Die war nicht öffentlich, falls jetzt jemand sich fragt, da kann ich mich gar nicht dran erinnern. Das nur kurz dazu. Aber ich hab ein schönes Beispiel aus der eigenen Praxis, meiner eigenen 50-jährigen Lebenserfahrung, die ich hier für euch schon angesammelt hab, ihr Lieben. Das sehr schön passt zu dem, was du gerade gesagt hast, nämlich auch ...
Leander: Aja. Ja, stimmt.
Alexander Metzler: Wenn man das Unglück erlebt, weiß man das Glück mehr zu schätzen. sehe ich im Arbeitsumfeld ganz oft. Long story short, zu meiner Zeit, als es Ausbildungsplätze ging, das war eine Zeit, wo Ausbildungsplätze äußerst rar waren. Das heißt, hat kaum Ausbildungsplätze als junger Mensch bekommen. musste eigentlich sehr dankbar sein, wenn man überhaupt einen Ausbildungsplatz irgendwo gefunden hat. Und wer mich kennt, weiß, dass ich eine sehr lange Berufssuche hinter mir habe und sehr lange nicht wusste, was ich eigentlich mal beruflich machen werden will. Was witzig ist, weil heute mache ich ja ganz verschiedene Sachen beruflich. Und meine Mutter kam irgendwann mal mit einer Zeitungsanzeige die Ecke. Ausbildung zum Verlagskauffmann. Ich war damals auf einer Verlagswirtschaftsschule. Auf einer Wirtschaftsschule. Das heißt, Verlagskauffmann hätte auch ganz gut gepasst. Und dann hab ich mich da beworben und dann bin ich da tatsächlich genommen worden. Und jetzt versuch ich, lange Story sehr knapp und potentiert zusammenzufassen. Ich kam da morgens hin. Es wusste niemand, dass ich komme. Die Dame, die für die Ausbildung zuständig war, war gerade in Urlaub. Ich saß dann erst mal beim Fördner auf so einer Bank und wurde irgendwie eine dreiviertel Stunde später dann erst abgeholt. Dann wurde ich in einen Raum gebracht. waren vier Schreibtische drin. Drei Damen saßen da. Die alle geraucht haben. Zu der Zeit hat man noch geraucht in Büros. Es war Sommer, es war heiß. Ein Fenster war gekippt nach draußen. Dann hieß es so, hier ist dein Arbeitsplatz. Und die Frau, weiß ich nicht, Schulze Müller, keine Ahnung, erfinde ich jetzt, die würde dich einarbeiten. Und mein Ausbildungstag sah so aus, dass ich den ganzen Tag bei diesen drei Damen in diesem Raum saß. Und es war ein sogenanntes Anzeigenblättchen. Das heißt, Leute rufen an und geben telefonisch, zu der Zeit war das damals so, telefonisch eine Anzeige auf. Die wird dediktiert. Du schreibst die mit, das durfte ich aber alles erst ... Das durfte ich alles erst später machen. Am Anfang war mein Job, dass die haben das dann aufgenommen. Dann war dann ...
Leander: Mh.
Alexander Metzler: Eine Durchschrift, diese Durchschrift haben sie mir in die Hand gedrückt. Da war dann so eine Zahl oben in diesen Blöcken eingedruckt. Und mit dieser Zahl bin ich in den Raum nebenan, wo eine riesige Wand mit Aktenordnern stand. Und dann musste ich diese Durchschrift numerisch korrekt in einem Aktenordner zuordnen, abheften und wieder rübergehen und warten, bis ich den nächsten Durchschlag bekomme. Viel aufregender ist es auch nicht geworden, ehrlich gesagt. Und ich habe da ... gelitten wie ein Hund. Das muss ich wirklich sagen. Also, das war so schlimm. Das war so ... Also, du musst ... Man muss aus so bisschen Kontext ... Du hast grade Abitur gemacht. Dir wurde dein Leben lang gesagt, und wenn's ins Berufsleben geht, Ausbildung und so, Beruf, dann geht's los. Dann verdienst du dein eigenes Geld, dann bist du unabhängig, dann geht so das Leben richtig los. Das war immer so die Geschichte, die dir erzählt worden ist. Und dann gehst du dahin, machst so eine Ausbildung und machst wirklich den dümmsten Job der Welt, den du dir überhaupt erst vorstellen kannst. Und dann in dieser Hitze und dann in diesem Rauchen und dann ... Und no judge, aber ... das, was die Damen so unter sich ... gesprochen haben miteinander, so ihre Alltagsgeschichten, das war halt auch nichts, was mich wahnsinnig interessiert hätte oder angesprochen hätte oder sonst irgendwas. Ich hab mich da wahnsinnig wie ein Fremdkörper gefühlt. Ich weiß noch, ich hatte damals eine Armbanduhr und hab ab und zu mal auf meine Uhr geguckt. Und immer wenn ich das Gefühl hab, eine Stunde war wieder rum, hab ich wieder auf die Uhr geguckt. Dann waren da grad erst fünf Minuten oder zehn Minuten Auch das Gefühl von Zeit, die Zeit, die Zeit ist nicht herumgegangen. Und ich weiß, nach ein paar Tagen war es so, wenn ich morgens hingefahren bin und am Parkplatz ankam, ist es mir schon leicht übel geworden. Und je näher ich diesem Gebäude gekommen bin ... desto schlechter, also körperlich schlechter, also richtig übel ist mir geworden. Das war richtig, richtig krass. Da gäbe es jetzt noch einige Geschichten mehr zu erzählen, aber das würde jetzt zu weit führen. Was ich damit sagen will, ist, ich habe diese Ausbildung nach drei Monaten abgebrochen. Zu einer Zeit, wo wirklich Ausbildungen rar waren, gesagt. Das heißt, war ein hoher Druck bei mir, weil natürlich das Elternhaus, vor allen Dingen mein Papa.
Alexander Metzler: Der war natürlich froh, dass ich überhaupt was gemacht habe, ... dass ich endlich was gefunden hatte. Und es war eine relativ schwierige Diskussion zu sagen, ... ey, ich brech diese Ausbildung ab, ich mach das nicht. Und dann hatte ich mich ein Jahr später ... auf diverse andere Berufe beworben, ... aber unter anderem auch noch mal Verlagskaufmann, ... und zwar hier bei der VRM in Mainz.
Leander: Hmm.
Alexander Metzler: Allgemeine Zeitung Mainz für die Locals hier. Mehrere Zeitungen bei diesem VRM-Verlag. Und diese anderen Ausbildungsplätze haben alle nicht funktioniert und die VRM war die einzige. Und ich wollte da gar nicht hin, weil ich hatte ja die Erfahrung der Ausbildung vorher in Knochen und ich wollte auf gar keinen Fall noch mal Verlagsausbildung machen, da aber alles andere nicht geklappt hat, war das das einzige, was noch üblich war. Und ich weiß noch, mit wie viel Angst ich am ersten Tag dahin gegangen bin, weil ich wusste... noch mal kann ich so eine Ausbildung auf gar keinen Fall abbrechen. Das wird einfach nicht gehen. Und dann ging da die Tür auf und dann kam da der Verantwortliche und der hat uns erst mal willkommen geheißen. Wir waren da auch eine ganze Gruppe und nicht nur zwei Auszubildende wie bei dem anderen Verlag. andere Auszubildende, die da war, die hab ich überhaupt nie gesehen. Die war gar nicht vorhanden. Wir waren da eine richtige Gruppe. hatten von der ... Von der Generation oben drüber haben wir einen Ausbildungspaten von den älteren Auszubildenden zugewiesen bekommen, die uns dann erst mal rumgeführt haben, die uns alles erklärt haben. Und das war, long story short, ganz andere Erfahrung. Ich will jetzt nicht sagen, dass da jede Abteilung pure Freude war. Auch da musste man sich hier und da mal durchbeißen und so weiter. Aber mit dem Background, ich hatte, von der Erfahrung, diesem Anzeigenblättchen und der Arbeit da, verglichen mit dem ... was die VRM mir an verschiedensten Tätigkeiten, an verschiedensten Einblicken auch die Rotation Du bist ja nach ein paar Tagen direkt in eine andere Abteilung gekommen, hast wieder was anderes gemacht und so weiter. Da hab ich gemerkt, Leute, die diesen Background nicht hatten wie ich, haben sich über Sachen aufgeregt, wo ich mir gedacht hab, sei so froh und dankbar, dass du hier bist. Sei froh und dankbar für das, was dir hier geboten wird in diesem Haus.
Leander: Mh, mh, mh.
Alexander Metzler: Und das ist, finde ich, schönes, greifbares Beispiel von dem, was du gerade gesagt hast, dass ja auch Dinge, also auch Unglück ist ja eine Erfahrung, die wir machen. Und das kann uns dabei helfen, andere Dinge ganz und am ganz anderen Licht zu betrachten und ganz anders einzuschätzen, vor allen Dingen auch den Wert dieser anderen Sache ganz anders einzuschätzen.
Leander: Ja, total. Und es ist eine schöne Geschichte allgemein dafür, dass man Situationen im Leben halt allgemein nicht bewerten sollte, weil man nie weiß, was sich dann daraus entwickelt und was sich dann wie weitergeht. Und das Gleiche auch mit Glück und Unglücksein. Irgendwie eine längere, unglücklichere Phase im Leben kann wieder die Grundlage für was ganz anderes sein. Und deswegen kann man auf so einer Metaebene dann das bewerten. mehr sein lassen und mehr damit einverstanden sein, wenn jetzt gerade weniger Zufriedenheit da ist oder mehr Zufriedenheit. Was ich mich gerade noch gefragt habe bei deiner Geschichte, das finde ich ja auch generell immer ein spannendes Thema, weil es vielleicht auch nicht ganz so black and white ist. Man könnte ja jetzt sagen, wenn man radikal ... unsere Themen auch weiterverfehlt. So Glück ist in dir. Im Außen gibt es kein Glück. Und jetzt gleichzeitig sagst du, in dieser einen Ausbildung war alles scheiße, deswegen ging es dir schlecht. Und in der anderen Ausbildung war alles viel, besser. Und deswegen ging es dir gut. Das könnt ihr jetzt erst mal kontraintuitiv. Oder könnt ihr jetzt erst mal als Gegenbeispiel sehen, so siehst du, du musst doch den richtigen Job finden, und der richtige Job, der macht dich dann glücklich, der erste Job macht dich unglücklich. Und der zweite Job macht dich glücklich. Was machen wir denn damit jetzt?
Alexander Metzler: Find ich eine sehr, gute Frage. Dazu muss ich sagen, wie alt war ich da? Keine Ahnung, 18, 19, so was in dem Bereich. Mal kurz rechnen, Faktencheck. 75 bin ich geboren. Und ich glaube, 98 war der Beginn dieser zweiten Ausbildung. Das heißt, die erste muss 97 gewesen sein. Wie alt war ich da? 15 ... Nee, 15.
Leander: 12 22 schon oder was 75 geboren 97 Anfang 20
Alexander Metzler: Ja, okay, irgendwas über 20. Ich hab ja auch... Das passt, weil ich hab ja eine sehr lange Schullaufbahn vom Hauptschulabschluss zum Diplom und dann ganz später Studium gemacht. Da sind ein paar Jahre dann sozusagen im Nachholen der Schule hingeblieben. Das passt also. Und zu diesem Zeitpunkt hab ich mich noch überhaupt nicht mit geistiger Haltung oder Bewertung von Gedanken, da war ich komplett meine Gedanken. Da hab ich das auch gar nicht in Frage gestellt. Aber selbst wenn ... ich mich damit schon beschäftigt hätte, ... ... wäre das eine Situation gewesen, ... wo ich unsere berühmten ... drei Möglichkeiten gehabt hätte, ... ... veränder es, akzeptier es ... oder verlasse es ... oder unsere vierte Variante, die wir mal gemeinsam erarbeitet haben, ... jammere. Das fanden wir ja auch eine gute Lösung, ... einfach mal jammern. In dem Fall war das, ... ... also verändern hätte ich das nicht können, ... weil die Ausbildung ... läuft da halt so ab.
Leander: Ja.
Alexander Metzler: ... das zu akzeptieren.
Alexander Metzler: Wäre mir wahrscheinlich gelungen, wenn ich heute so einen Job machen müsste und wäre finanziell darauf angewiesen, dass ich das mache, dann würde ich mit meinem heutigen Mindset diesen Job auch machen können, glaube ich. Damals aber nicht, das war keine Option. Deswegen war nur die Option, verlasse es. Das war das Einzige, was da geholfen hätte. Heute raucht man halt auch nicht mehr in Büros. Also das war auch schon mal
Leander: Das hilft schon mal.
Alexander Metzler: wäre schon mal was, was groß weggefallen wäre. Aber verglichen mit meinem 21- oder 22-jährigen Version von damals, da gab's einfach nur die Flucht. war ich komplett ... Ich war auch wütend. Ich bin abends heimgekommen und war richtig wütend auf die Welt und auch auf diese Versprechung von wegen Beruf und wie toll das alles ist und so. Das war alles so ernüchternd, war alles so enttäuschend.
Leander: Du hast ja auch so hart gearbeitet mit den verschiedenen Wegen. Das fiel dir ja nicht leicht, diesen Weg. Aber mit diesen Versprechen hatte ich ja am Laufen gehalten. wenn ich jetzt noch mal richtig reinhaue und mich da durchquäle durch dieses Scheiß-Fuhrsystem, dann kann ich ja wenigstens danach dann was machen, was ich mir selber aussuche. dann war es so, das ist alles eine Lüge. Es ist alles eine Lüge.
Alexander Metzler: Mhm.
Alexander Metzler: Wobei man muss fairerweise dazu sagen, dass Gustav Stresemann Wirtschaftsschule in Mainz war das damals. Als ich dann in der Schule war, ging es mir wesentlich besser als in den Schulen vorher. Weil da herrschte einen angenehmen Ton, da waren angenehme Leute. Das war eigentlich völlig in Ordnung gewesen. Also da bin ich, ja, gerne in die Schule, ich nicht. Aber eigentlich war das schon in Ordnung. Da muss ich mich jetzt nicht so durchquälen. Aber trotzdem diese Versprechungen, dir als Mensch gemacht werden, wenn du das Schulsystem durchläufst und du lernst ja für deinen Beruf, das war immer auch das, was mir gesagt wurde, du lernst ja nicht für dich selbst, du lernst für deinen Beruf und so weiter. Und wenn du deinen Beruf dann erst mal hast, Beruf, Beruf, Beruf, das war auch immer bei meinem Papa so das allerüberragende Thema, lern ordentlich, damit du mal einen ordentlichen Beruf hast, damit du ordentlich Geld verdienen kannst, damit du dir die Sachen kaufen kannst und Familie ernähren kannst. Das war so die Story. Und dann kommst du halt mit diesem Mindset zu so einem Job und alles, was dir jemals über Beruf erzählt worden ist, löst dich in Zigarettenrauch auf und in Hitze. du willst da nur raus, du willst da nicht hin. Und ja, also ... pff ... Das war damals absolut nicht zu ertragen.
Leander: Und das heißt, also Punkt eins, den wir jetzt da rausziehen, was sie gesagt haben, je weniger reflektiert du bist und je weniger du feststellst, wie deine Innenwelt auch deine Außenwelt shape, desto mehr tut sie das tatsächlich auch. Also, ich glaube, immer noch nicht zu 100 Prozent, aber je mehr ich das auch ... Also, ich bin abhängiger von der Außenwelt, wenn ich das nicht durchschaue, dass die Außenwelt nur bedingt das eigentlich steuert.
Alexander Metzler: und du reagierst mehr darauf. Richtig.
Leander: Ich glaube, auch da gibt's Grenzen. Also auch da, bis du dann auf einmal hast den Traumjob und denkst, ist doch alles perfekt? Warum bin ich denn immer noch unglücklich? Auch diese Momente gibt's ganz viel. Es ist nicht so, dass das dann funktioniert. Aber es funktioniert vor allem ins Negative, glaub ich, sehr gut. Dass du, ähm, solange du glaubst, dass die Außenwelt verantwortlich ist für dein inneres Glück, desto mehr machst du ...
Alexander Metzler: Ja.
Leander: machst du dich auch abhängig von dem Außen. desto mehr bist du Opfer deiner Umstände sozusagen. Ich würde aber trotzdem sagen ... dass es, zu allem solange wir halt nicht perfekt erleuchtet sind, wird es immer Situationen geben, ähm ... die eher dazu neigen, Menschen ... struggling zu lassen. Also, ich glaub, diese erste Ausbildung, beschreibst, auch wenn die natürlich durch deine Brille gesehen wurde, dass viel von dem Leid, was du da empfunden hast, eben auch deine Story ist von, fuck, das ist das jetzt, und so soll das sein, die du heute mehr loslassen könntest und deswegen auch eleganter damit umgehen könntest. Nichtsdestotrotz würden bei diesem ersten Ausbildungsberuf tendenziell in der Wahrscheinlichkeit wahrscheinlich mehr Menschen leiden als bei deinem zweiten Job. So, also es gibt, glaub ich, schon Situationen im Außen, die eher dazu führen ...
Alexander Metzler: Mhm.
Alexander Metzler: Ja. Ja.
Leander: Gerade wenn es noch so was körperliches ist wie heiß, schlechte Luft, du atmest irgendwie Rauch ein, es ist laut, es gibt ja auch gewisse, fast schon biologische Sachen, die dann ja doch einen Einfluss auf dein Glück und deine Zufriedenheit haben. Und da sind ja dann genau dieses Love it, change it, leave it, eine Möglichkeit darauf Einfluss zu üben. sagen, wenn ich es jetzt mache, dann akzeptiere ich es auch. Ich muss aber auch nicht alles so akzeptieren. Ich kann ja einen Einfluss drauf haben. kann mein Leben vielleicht nicht zu 100 Prozent meines Glücks schmied, aber muss mich auch nicht immer als komplett hilflos ansehen, sondern ich kann auch den Mund aufmachen. Wenn ich jetzt weiter da arbeiten würde und ich hab vielleicht sogar meine Akzeptanz gefunden, kann ich ja trotzdem noch sagen zu den drei Frauen, boah, ich weiß, ihr habt das Bedürfnis zu rauchen, gerade in dieser Zeit noch, heute wär's ganz klar, aber damals in der Zeit, es noch normal war zu rauchen, ... Aber ... Mir geht es richtig schlecht damit. Also ich merke, das ist körperlich, ich krieg schlecht Luft. Können wir das irgendwie eleganter hinbekommen? Kann ich vielleicht direkt am Fenster sitzen? Kann ich das Fenster ganz aufmachen? Kann ich einen Ventilator bei mir haben? Also auch da den Mut zu haben, wenn ich reflektierter bin. Auch wenn es mögliches Konfliktpotenzial gibt. Also wenn ich das anzusprechen, ist natürlich leichter das nicht anzusprechen erst mal. So und auch dann erst mal auf Glück zu verzichten, nämlich das Glück der Harmonie und zu sagen, nee ich spreche das jetzt an, das stört mich. Oder mich stört auch wie mit mir da umgegangen wird, ich mag den Ton nicht. Und auch da habe ich ja Einfluss darauf, wenn ich den Mut habe den Mund aufzumachen, Changes zu machen und zu sagen, Leute ich würde hier gerne weiter bleiben und ich... Wie können wir es denn ... Aber so geht's nicht. Es geht so nicht. Und dann kann man in einer ruhigen Minute ausgewählt mit den einzelnen Menschen auch sprechen. Und so dann wieder Einfluss darauf haben, die Situation zu steuern.
Alexander Metzler: Bin ich komplett bei dir, würde ich absolut so machen. Aber versetze ich mal in den Anfang 20-Jährigen zum allererst mal. Ausbildungsplatz, du hast keine Ahnung. Du bist erst mal nur desillusioniert von dem Beruf, der dir immer als großer Traum verkauft wurde. Mein Abteilungsleiter war auch Kettenraucher, der war krasseste Raucher. Bei dem wäre ich auch nicht auf offene Ohren gestoßen, was das angeht.
Leander: Ja, ich sag nicht, dass du das... Ja klar. Auf keinen Fall. Ja.
Leander: Ja.
Leander: Ne.
Alexander Metzler: Also da ist man schon, glaub ich, noch sehr befangen in seiner eigenen Situation. Aber was mir noch eingefallen ist bei dem, was du gesagt hast, ist auch das Thema eigener Anspruch. Weil ... ich hatte einfach einen ganz anderen Anspruch an eine Ausbildung. Und an diesen Beruf. Ich erinnere mich nämlich, als das Thema, kündige, aufkam, ich hatte mich mit einer jungen Frau angefreundet, die damals in der Redaktion dort arbeitete, mit der hab ich ab und zu einen Kaffee getrunken.
Leander: Absolut.
Leander: Mhm. Ja.
Alexander Metzler: Und die sagte mir ganz ehrlich, Alex, ein Ausbildungsplatz hier in diesem Anzeigenblättchen ist das Beste, was dir im Leben passieren kann. Das waren ihre Worte. Also das Das bedeutet ja aber ... Also das beweist ja aber auch, es ist der eigene Blick da drauf. Wenn es Menschen gibt, die 100 Prozent ihren Traumjob da gefunden haben. Und das Beste ist, was in ihrem Leben passieren kann, dieser Job ist ...
Leander: Hm hm.
Alexander Metzler: Dann hat's auch wieder nur mit Perspektive zu tun. Es war nicht mein Anspruch. Aber ihr Anspruch war's zu 100-prozentig. Wenn's euch geht dahin, ich mag meine Kollegen, die Arbeit geht rum, ich hab jeden Monat mein Einkommen, ich kann dafür mit Hans-Günter am Wochenende und den Kindern grillen und bin happy. Wunderbar. Aber das war halt nicht mein Anspruch. Und da hab ich halt noch mehr darunter gelitten wahrscheinlich.
Leander: Absolut.
Leander: Ja. Und das ist vor allem der, wo wir am meisten Einfluss drauf haben. Auf diesen Anteil. Wie, inwiefern leide ich nur an meinem Anspruch? Und ich glaube, das ist so eine richtige Volkskrankheit auch so, ähm, auch in so der Generation Y und danach auch. Es ist total gut. Also, es ist auch mega, dass du gekündigt hast, dass du den Mut auch hattest, drei Monaten zu sagen, nee, ich geh hier weg, ich zieh jetzt nicht, selbst wenn alle Leute in meinem Umfeld sagen, nee, das ist doch toll, und zieh doch durch. Und zu sagen, nein, das ist ja mega. Und gleichzeitig ... kann auch entstehen, dass ich immer denke, dass ich da nicht rauskomme. Und dass mein Anspruch eben niemals gesättigt ist. Und dass ich immer wieder könige und sage, nein, ich brauch noch einen besseren Job. Ich muss den Job finden, perfekt zu mir passt. Und dass ich da eigentlich dann durchgängig an meinem Anspruch leide. nie glücklich sein werde, weil ich immer, weil mein Verstand immer was finden wird. Und da spielt natürlich dann meine Innenwelt ganz stark rein. Und ich sag, nein, ich muss den perfekten Job, der komplett mich erfüllt und der so sinnvoll ist, und den muss ich finden. Bis ich den nicht gefunden hab, kann ich auch nicht glücklich sein. Also kündige ich wieder, bewerb mich wieder neu. Wieder neuen Job, weil ich immer auf der Suche bin nach einem Job, der mich dann endlich erfüllt. Es kann aber sein, dass ich die nie finde, weil im Innen ... Es wird immer ein Grund geben. Es gibt keinen Job, es nicht irgendwas gibt, wo man gerade denkt, muss das jetzt wirklich sein, muss ich das jetzt gerade machen? Wenn du Keynote-Speaker bist, ist der geringste Teil davon, ist auf der Bühne zu stehen, deinen Vortrag zu halten. So aufs Ja gerechnet. Ganz viel drumherum, Vorgespräche, Konzepte erarbeiten, Bücher lesen, E-Mails schreiben, im schlimmsten Fall noch irgendwelche Akquise irgendwo anrufen. So Der Teil gehört dazu. Den kaufst du mit ein. das ist bei ganz vielen anderen Jobs auch so.
Alexander Metzler: plus kostenlose Marketing Speaks, ... die du machst auf Netzwerkveranstaltungen, ... wo du dann gar kein Honorar bekommst, ... aber halt denkst, ... okay, da sind viele verschiedene Firmen, ... da kann ich meine Visitenkarte dalassen. dieses ... ... ist ja auch dieser Gedanke, ich kriege 3, 4, 5, 6, 7000 Euro für einen Vortrag, ... wenn du den dann wieder umlegst auf die vielen Sachen, ... die du kostenlosen nimmst, ... oder für Low Budget, ... dann relativiert sich das auch relativ schnell wieder, ... dieser Traum. Ich habe übrigens auch so gerade über die Jobs, ... da war so tolles Meme.
Leander: Absolut.
Alexander Metzler: neulich auf Instagram, wo so eine Dame, offenbar auch mit Erleuchtung zu kämpfen hat, gesagt hat, don't love your job, job your love.
Leander: Naja.
Alexander Metzler: Und dann hast du immer so im Schnitt in Transso so Leute gesehen die dann so so voll hier Nein, warum habe ich da nicht selbst dran gedacht? Nein, was für eine Erleuchtung hast du das nie mal gesehen? Richtig witzig. Ciao, your love. Naja, das war eine schöne Folge. Ich habe das Gefühl, die ist noch gar nicht auserzählt. Wollen wir da vielleicht noch mal drauf zurückkommen auf dieses schöne Thema.
Leander: Ja, vielleicht machen wir noch eine Folge dazu. Ich habe jetzt auch noch ein, zwei offene Punkte noch. Vielleicht machen wir noch einen zweiten Teil dran.
Alexander Metzler: Ja.
Alexander Metzler: Dann schreib dir die doch mal auf deine mentale Erinnerungsliste und ich spiel uns noch einen kleinen Abschlusssong.
Leander: machen wir es. Finde ich gut. Vielen Dank fürs Zuhören. Abonniert den Podcast, teilt ihr mit einer Person, die vielleicht zu krampfhaft immer nach dem Glück sucht. Dann hört ihr endlich auf mit dem Scheiß. Oder jemand, der gar nicht auf sein Glück achtet und endlich damit anfangen sollte, aber mit bedacht. Kannst ja mal überlegen, wem du diese Podcast-Folge weiter schicken könntest. Wir würden uns sehr darüber freuen. Und jetzt viel Freude mit dieser Handpan-Meditation. Bye.
Alexander Metzler: Sehr schön, sehr schön.
Leander: Alexander Metzler
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